Flughafen FRA – Lauf rund um das Drehkreuz des Luftverkehrs

Mein Arbeitsplatz liegt weit weg von zuhause und sehr nah am Flughafen Frankfurt. Da lohnt sich im Winter eine Feierabendrunde, denn bis ich zuhause starten könnte, wäre es dunkel.

Immer wieder fasziniert mich der Flughafen und Flugzeuge. Kein Wunder bei hunderten von Starts und Landungen am Tag. In jeder Minute fliegt etwas.

Mein Lauf geht durch den Wald Richtung Startbahn West. Kein Wunder, daß die damals schwer umkämpft und Schauplatz von zivilem Ungehorsam war. Denn der Wald hier in der Nähe von Frankfurt ist natürlich wichtig und fängt den Lärm und Schmutz von den Autobahnen und dem Airport weg. Er ist vollständig eingehegt und voller Reh- Damm- und Niederwild. Im Frühjahr stehen die Buchen im Wasser. Das hab ich mal in einem Film festgehalten.

Entlang der Startbahn West heben auch ständig Flieger ab und ich hoffe, einen A380 zu erwischen oder einen anderen spektakulären Brummer. Die Flugzeuge überholen mich und dann up up and away.

Ich komme an den beiden Plattformen für Plainspotter vorbei, ein Aussichtspunkt im Westen und einer im Osten. Da stehen die Experten mit großen Objektiven und halten alle möglichen Starts und LAndungen fest. Für mich geht’s schnell weiter, sonst werde ich kalt. An mir rauschen der Frachtverkehr und die Busse des Nah- und Werksverkehrs vorbei. Über 180.000 Menschen haben am und um den Flughafen herum Arbeit. Gut daß die nicht alle mit dem Auto kommen.

Immer wieder donnert ein startendes Flugzeug los und ich kann mich des Staunens über die rohe Gewalt nicht entziehen. Es fühlt sich an wie ein Raketenstart. Inzwischen gibt es auch eine Landebahn mangels anderer Möglichkeiten auf der anderen Seite der Autobahn A3. Über zwei Brücken fahren die Flieger dann zum Terminal. Durch die Tunnel darunter laufe ich auch durch.

Dann kommen die eigentlichen Terminals 1+2. Hektische Reisende, zögernde Ankömmlinge, wartende Taxifahrer, exotische Menschen. Einer von denen bin ich, der jetzt seine Brust strafft, seinen Laufstil eleganter und größere Schritte macht. Ich laufe da durch und laufe davon.

Es geht vorbei am internationalen Postamt mit seiner großen Zollabteilung für die Sendungen aus aller Herren Länder. Vorbei an den schmucklosen Gebäude der Cataringgesellschaften, die den Leuten im Flieger die Alu- und Plastikbehälter mit den Speisen servieren.

Und dann bin ich wieder allein: links die Autobahn, rechts das Rollfeld. Ein Flieger nach dem anderen senkt sich herab und landet auf den Bahnen mit Millionen von Lichtern.

Immer wieder passe ich einen ab und versuche ihn zu fotografieren- gar nicht so einfach und mir wird kalt. Ich muß weiter.

Bevor ich nach km 20 wieder in den Wald eintauche, sehe ich die Baustelle des Terminals 3. das ist weit weg von 1+2. Na, sie werden das schon entsprechend anbinden. Am Denkmal für die Rhine-Main Airbase der Alliierten zweige ich von der Autobahn ab.

Im Wald verlaufe ich mich noch, denn mein Gefühl sagt geradeaus und die Leute, die ich treffe sagen eher rechts lang. Ich mache irgendwas dazwischen und werde immer langsamer. Denn es waren überraschend doch über 25 km.

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