IS04 Djupivogur nach Höfn

Heute großer Tag der Artenvielfalt. Aber dazu kommen wir später.

Jetzt ist es offiziell: Das hier ist Abenteuer!

Ich hatte nichts zu erwarten. Es gab keinen Kaffee auf der Campsite, das Café und Supermarkt hatten geschlossen. Gut daß ich das Plundergebäck noch aufgehoben habe. Das machte ordentlich satt und enthält die beiden wichtigsten Betriebsstoffe des Menschen überhaupt: Kohlehydrate und Fett. Alles andere ist Feuilleton!

Diesmal nicht auf Moos getreten!

Ich legte wieder los und fuhr die Fjorde ab. Es waren 104 km geplant, und die wurden es.

Wunder gibt es immer wieder

Anna hatte mich auf facebook darauf hingewiesen, daß selbst einzelne Tritte auf das Moos sehr schaden.

Direkt neben der Straße

Ich habe zwei Ausreden: Ich bin mit viel Rücksicht nur ganz wenig draufgetreten (aber das ist halt schon schlimm) und ein bischen hat das Moos auch selbst Schuld. Es wächst keine 30 cm vom Asphalt entfernt. Aber Anna hat Recht, es muß echt nicht sein. Denn wo wachsen wohl die 500 Arten – nicht im Stadtpark von Reykjavik, sondern im einsamen Osten des Landes undzwar, weil da eben niemand drauf tritt. Alle weiteren Bilder hier also ohne!

Bezaubernd

Wie vielfältig und nicht etwa unscheinbar sondern üppig setzen sich die blühenden Pflanzen gegen jede Wetterunbill durch!

Im Stafafell

Die vielen Lupinen , die jetzt gerade blühen, als sei es Lavendel, sind eine Folge des Klimawandels und machen wohl Probleme. Sie verdrängen andere weniger kompetitive Pflanzen. Da trampeln doch tatsächlich Menschen drin rum, unglaublich!

Braucht noch jemand Schotter?

Entlang der Küste fällt eine Menge Schotter an, äh ab. Riesige Schutthalden rutschen auch gelegentlich als Lawine ab und werden gesichert.

Toller Blick von oben auf den Strand

—————————————————————————- In meinem kleinen Verlag Ampelpublishing.de habe ich Bücher, eBooks und Hörbücher für Euch , (Baltikum = Baltic Adventure – also in English).

Der Wind zeigte sich erstmal gnädig und ich kam gut voran. Die Steigung dieser Rampe aber forderte mich. Oben war ein Paar aus Bayern, die mich ansprachen mit „This is suicide“. Ich sagte, es sei nicht gegen das Leben sondern dafür, so eine Tour zu machen. Die Frau bot mir eine Honigwaffel an, die nahm ich sofort.

In dieser Wand nisten Vögel, ich habe sehr lange dort mit dem Tele fotografiert. Mal später schauen, ob es was geworden ist.

Zwischen Start und Ziel gab es heute keinen Ort. Also war klar, irgendwann mußte ich mich niederlassen und kochen. Im Laufe der ersten 50 km hatte ich zumindest die erste der beiden Kuchentüten von Brindis aus Stödvarfjördur leer gemacht. Trotz Gegenwind rutschen die Bissen extrem schlecht. Aber ich war erstmal satt. Die Dinger werden noch meine Lebensversicherung. Da hab ich immer was dabei.

Die Landschaft blieb spektakulär.

Als ich zum Stafafell einbog, eine Art Auslaufzone, weil vom Gletscherwasser eingeebnete Bucht mit fruchtbarem Boden und Landwirtschaft, blies mich der Wind fast vom Rad. Aber im Inneren war herrlich warmes, windstilles Wetter. Gut für mich, denn bis zum Ausgang des Stafafell waren es bestimmt 25 weitere freundliche Kilometer.

Die kenne ich von der Fähre!

Als ich mich der 70 km näherte, traf ich an einem Rastplatz den Nico aus Argentinien und ein Mädel aus Bayern, eins aus der Schweiz. Wir hatten uns beim Aufbruch im Ladedeck der Fähre kurz kennen gelernt. Die drei fahren zusammen, jede:r auf eigene Faust. Letzte Nacht haben sie in der Kälte an einem schwarzen Strand (bei den Schotterhalden) gezeltet. Ich fand mich in guter Gesellschaft und holte all mein Kochzeug raus. Bei Sonnenschein perfekt!

Das Onkel Bens Risi Bisi schmeckte nach nichts

Ich mischte (zuviel) Gemüsebrühe drunter und ließ es heiß werden. Kochen wird oft überschätzt. Später hatte ich wegen des Salzgehaltes viel Durst. Jedenfalls lag ich mit dem Essen eindeutig über Plan. Ich hatte irgendwie nicht daran geglaubt, daß ich das alles brauchte. Das reicht noch für paar Tage.

Süße Schafe an dieser Stelle

Ich wollte ordentlich treten nach meiner Stärkung und setzte mich von den anderen wieder ab. Aber dann waren da wieder diese Schafe. Ich knipste während des Fahrens ein paar mal mit dem Handy. Aber irgendwie ist hier nichts drauf. Dann aber begab sich eine schwarze Mutter mit ihren beiden Lämmern in aller Seelenruhe auf die Straße. Ich mußte den Verkehr anhalten. Und ich ließ sie auf mich zu trotten und machte Bilder. Mal schauen, ob sie was geworden sind. Schon vorher vor Stafafell hatte ich Leute gefragt, was sie da alle machten. Sie hatten Rentiere gesehen und fotografierten. Ich holte wieder das Teleobjektiv raus und versuchte mein Glück. Leider stapfte ein älterer Herr rauchend durch das MOOS (ich glaube es nicht!) und verscheuchte die Tiere. Seine Frau wartete rauchend im Auto. Auch die Bilder muß ich erst sichten.

Abends noch die Kamerabilder exportieren und sortieren, schaffe ich zeitlich nicht und morgens will ich nicht noch später los.

Wie im Stömungstunnel

Die acht Kilometer hinter Stafafell waren alles andere als milde. Ein straffer Wind kam zwischen den Bergen durch, hier verläuft die Straße ausnahmsweise nicht am Wasser entlang. Ich prüfte meine Stromlinienförmigkeit und brauchte auch mein Trinkwasser auf. Dazu ging es 100 m hoch. Das Bild zeigt den Blick zurück.

Dann kam ein Tunnel

Am Ende oben war ein Tunnel, der Alamannaskarosgöng. Klingt, als hätte es was mit den Deutschen zu tun: „Tunnel für deutsche Karossen“? Ich machte mein Rücklicht an und dann ging es da durch. Kalt aber nicht windig war es da drin.

Pferde in angemessener Kulisse

Es ging bergab und war nicht mehr weit – nur 10 km. Ich mußte aber nochmal anhalten, wieder Teleobjektiv raus und dann die Pferde fotografieren.

Am Ortseingang von Höfn

Ich hätte es aber auch einfacher haben können. Dieser Schimmel steht vor der Kulisse des Vatnajökull , den größten Gletscher Islands. Da komme ich morgen hin.

So langsam kommt etwas zusammen.

Abonniere meine Videos zum Abenteuer Island und like sie, wenn sie Dir gefallen. Hier geht’s zum neuesten Video:

Meine besten Videos in einem guten Film – so sehe ich Island!

———————————————————————————————-

#guidolange #abenteuerisland #icelandadventure #stafafell #höfn #bikepacking #radtour #radreise #bikepacker #island #iceland #poisonbikes #trekneat #ampelpublishing #abenteuerreisen #europaentdecken #reisebuch #fahrradbuch #abenteuerbuch

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..