Wenn man zurück schaut, was ich heute alles erlebt habe, dann fragt man sich, wie das in einen Tag überhaupt reinpassen kann.

Der Hof von Marie, meiner Vermieterin, war ziemlich groß, mit Pferden, Haus und Hof. Ich selbst bewohnte ein sehr altes Haus, in dem letztendlich nur ein Zimmer richtig hergerichtet war plus Bad mit WC. Sehr schön!

Ich war so früh fertig weg wir noch nie, mußte aber heute meine Dauerkarte für den Lieblingsverein verlängern, und das dauerte über eine Stunde.

Ich wollte Nyköping nicht unbesucht lassen, wenn ich schon nicht in Nortköping und Lingköping war. Aber da gab es nicht viel.

Die Navigation war heute denkbar einfach, denn es stand mein nächstes Ziel einfach auf den blauen Schildern, nicht nur auf den grünen, die für die Autobahn E4 gedacht sind. Dazu gab es einige Meilensteine. Eine schwedische Meile sind übrigens 10 km.

Marie hatte mir das königliche Schloß Tullgarn empfohlen, aber ich gab darauf erstmal nicht viel. Dann kam nach 60 km das Schild – nur 2 km – und ich gab meinen Inneren nach. Einmal rund herum laufen und in den ehemaligen Stallungen ein Stück Kuchen plus Kaffee.

Als ich gerade loswollte, traf ich Alastair. Er macht ein Sabattical für 4 Monate wie ich damals im Abenteuer Baltikum. Wir fuhren ein Stück gemeinsam, bis er zu einem Campingplatz auf Skansen abbog.

Ich nahm wieder Fahrt auf bis nach Södertälje, aber da gibt es nicht viel. Am Bahnhof habe ich dann mal ein richtiges Polizeiauto fotografiert.sie hatten einen armen Tropf beim Wickel.

Bis Stockholm noch 40 km mal links, mal rechts der Atobahn E4.

Trotz der Baustellen haben sie die letzten 17 km auf dem Stadtgebiet für Radler durchgehend beschildert und beleuchtet!

Ich mußte nach Langholmen ins Zentrum, da hatte ich wieder ein Gefängnis als Hotel.

Nach Dusche und Einrichten lief ich zu Fuß durch Södermalm und ließ alles auf mich wirken. das waren bestimmt so 10 km.


Ich fand einen Rad/ Fußweg, der quer durch alle Teile von Södermalm lief,mit Sozialwohnungen, Hochhäusern, Einkaufsstraßen und sogar einer Gartenkolonie – mitten in der Stadt!



Mein Ziel war die Wasserkante, wo man rüber auf das eigentliche Zentrum schauen kann. Das war eben ziemlich weit.

Man braucht alleine für Stockholm bestimmt zwei Wochen, um es zu erkunden. Da werden wir nochmal wieder kommen.


Erst gegen Mitternacht war ich wieder in meiner Zelle und machte direkt die Augen zu. Es wurde nicht dunkler.

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