SE09 Stockholm-Östhammar

Das Innere des Zentrums von Stockholm gestern nicht besucht zu haben, war kein Nachteil, denn ich mußte heute ohnehin genau durch die Mitte. Da konnte ich schön fotografieren.

Ganz hinten das Zentrum vom Zentrum

Stockholm besteht ja aus unzähligen Inseln, das macht es so schön. Was man auf den Bildern nicht sieht: die Mitte quillt bei schönem Wetter in der Hauptsaison über vor Touristen. Und ich mitten drin.

Bis 40 km hinaus gute Radwege mit Beleuchtung

Aus einer Metropole heraus zu fahren, ist immer eine Herausforderung, denn es geht um den besten Weg in die richtige Richtung. Ich hatte gut vorgeplant und mich penibel dran gehalten.

Mein Weg führt entlang der U Bahn ( Tunnelbana) weit hinaus ins Umland

Bevor es nichts mehr gab, aß ich bei der letzten Gelegenheit schon 13 Ihr meine erste große Portion: Spaghetti Gorgonzola. Ich bin jetzt so richtig drin im Kalorien verbrauchen und auffüllen. Kein Wunder bei den vielen langen Etappen. Und dann war ich wieder allein mit der Natur. Ich hatte, was ich wollte: Eine Landstraße die in meine Richtung geht und nicht zu stark befahren wird.

Um die Steinhaufen herum werden die Bäume stehen gelassen, das sah ich öfter

Die Straße 280 nach Norrtälje war wie schon vor Stockholm gut ausgeschildert und ich brauchte kaum zu navigieren. Aber in die Stadt selbst kam ich gar nicht, weil ich hinter Ensbro schon links ab nach Norden auf die 76 bog.

Wieder ein Meilenstein 12 Meilen bis Stockholm = 120 km

Schleswig Holstein wirbt ja mit dem Spruch „der echte Norden“, das denken wir in Koblenz auch. Aber nun weiß ich: der echte Norden beginnt hier: 100 km nördlich von Stockholm.

30 km kein Ort

Die Luft wird immer kälter, oder mein Bindegewebe schmilzt. Ich muß flott fahren, um nicht auszukühlen.

Einzig schönes Dorf unterwegs: Hargs Bruk.

In Hargs Bruk hielt ich an, um zwei ältere Frauen zu fragen, was es mit diesem „Museumsdorf“ auf sich hat. Aber sie wußten keine Antwort. Es sei halt ein großes Dorf, viel Landwirtschaft, nein, das sei kein Kirchturm, kein Leuchtturm, kein Aussichtsturm, die Glocke sei nicht für die Kirche, nicht für Feueralarm oder Unwetterwarnung – ja wofür dann? Ich fand es einen seltsam schönen Ort, wie aus einer anderen Zeit.

Und dann kam endlich Östhammar

Johanssons Gårdhotel – sehr schön

Ich richtete mich ein und lief zum Hafen runter, um etwas zu essen.

Hafen Östhammar

Noch zwei Hauptgerichte, und ich war erstmal zufrieden.

Wetter – gut soweit

Dann sah ich mir noch das 5:1 gegen Schottland an und schlief froh dabei ein. Mehr geht an einem Tag nicht.

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