SE11 Gävle-Söderhamn-Långvind

Ich hatte mir eine Abkürzung überlegt, um aus der Stadt Gävle gut heraus zu kommen, aber ich mußte ganz zurück ins Zentrum, das andere war die inzwischen wieder zur Schnellstraße erklärte E4.

Wieder ein Meilenstein von Gustav III.

Das machte aber nichts, das Wetter war gut, die Stimmung war gut und ich war auf der E4N. Was das N bedeutet, weiß ich nicht, aber ich kenne das von der E20N und E22N, wahrscheinlich eine Nebenroute. Hauptsache, man weiß wo es her geht.

Dieser Birkenwald erinnert mich ans Baltikum auf der Südseite der Ostsee und an Finnland.

Ich war ziemlich schnell wieder mit mir allein und stellte fest: deshalb machte ich das Abenteuer Skandinavien. Klar, Hauptstädte, spektakuläre Ausblicke und interessante Begegnungen sollen es sein. Aber einfach unterwegs, auf sich gestellt, die Länder Europas mit eigenen Augen sehen und verstehen, vor allem auch die Landschaft und eigene Beobachtungen – das ist es.

Hömma, wennde nachher ma die Post holen jehst, denn bringse meine auch gleich mit.

Hier im Norden kommen seltener Orte oder auch einzelnen Häuser. Die aber sind dann eigentlich alle wie aus einem Werbefilm – einfach so da.

Ein Haus am See

Dazu die Farben der Saison

Lupinen hier im Norden ganz oft

Es gab nicht zuviel zu Sehbehinderung ich konnte meine Gedanken spazieren führen. Wann immer sich ein Motiv bot, hielt ich an und fotografierte. wenn die Bilder in der Kamera brauchbar sind, mache ich bestimmt ein Buch daraus. Das wird schön.

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Stop an einem Fluss

Ab km 40 mündete die E4 N in die normale E4 und die war dann für 48 km eine Nationalstraße, auf der ich wieder fahren konnte.

Wieder in Begleitung vieler Autos

Die Autos hatte ich nicht vermisst, aber ich kam natürlich gut voran. Ich blieb Id dem Seitenstreifen, aber nicht jeden gefiel meine Anwesenheit. So wurde gelegentlich aufmunternd gehupt – so hab ich es empfunden.

Unter Strom.

Ich trat, was das Zeig hielt, aber versuchte eben auch ein Tempo, daß ich lange durchhalten kann.

Teilweise schöne Landschaft auch am Highway

An der Abfahrt Söderhamn war es vorbei damit, ab da ist es wieder eine Schnellstraße. Ich mußte sowieso pausieren und fuhr in die Stadt, um was zu essen und Bilder zu machen.

Beinahe königlich
Angeblich nur Hotel und Restaurant

Ich fand eine Pizzeria, nachdem ich aber in einen Platzregen gekommen und ziemlich durch naß war. da konnte ich mich hinter eine Scheibe setzen, und als die Sonne wieder kam, wurde ich schnell warm und trocken.

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Mir fiel ein, daß meine Unterkunft irgendwo abgeschieden und außerhalb liegt. Zum einen schaltete ich die Google Navigation an, um zu s hauen, was die vorschlagen, dem nach waren es nur noch 26 km. Ahh, super. Zum anderen kaufte ich noch Lebensmittel (Schwarzbrot, Tomatenmark zum drunter streichen, Scheibenkäse und zwei Dosen Lightbier wie üblich. Als ich rauskam und antrat, fing es an zu regnen. Schade eigentlich.

Trotz Regen und Widrigkeiten ein Auge für die Natur

Meine mit Rennradoption geplante Route führte direkter zum Ziel . Die war auch meist zuverlässig unfroher mich nicht über Schotterstrecken und Waldwege, wie Google das macht. Google schickt Dich gnadenlos in den Wald, da kommst Du nie wieder raus.

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Aber diesmal war es so, daß ich nach 10 km Feststellen mußte, daß auch meine eigene Route mich 10 km über eine Schotterstrecke schicken wollte, wie auch schon nach Tofvehult. Offenbar gab es keine Alternative. Aber ich wollte den Platten nicht riskieren und auch nicht, daß im Starkregen mein Rad total verschlammt. Mai fuhr ich die 10 km zurück und richtete mich nach Google, die wollten mich auch in den Wald schicken aber ich fuhr dann eben weiter auf demnächst möglichen Straße, die im Bogen auf der anderen Seite zu meinem Ziel Långvind führte.

Da hatte ich nicht viel gekonnt, nun waren es eben „nur“ 7 km Schotter. Die nahm ich in Kauf und fuhr extrem langsam und vorsichtig, versuchte groben Steinen auszuweichen. Das ist eigentlich genauso anstrengend wie der Highway, nur daß man nicht voran kam.

Rasmus unterwegs auf dem Longboard

Dem Umweg konnte ich dann aber doch etwas positives abgewinnen. Denn mir kam Radmus auf seinem Rollbrett entgegen. Er hatte einen Rucksack, eine. Schlafsack und ein Wurfzelt umgegangen und noch eine Tasche in der Hand. Er sei hier aus der Gegend und würde nun noch 13 km zum nächsten Bahnhof fahren. Wie cool ist das denn? Er wollte sich durchhangeln bis nach Stockholm und dann noch weiter nach Malmö fahren. Nebenbei ist er Manager von einer Rapper Band und will deshalb in 3 Wochen zurück sein. Ein toller Typ. Gute Rwise, lieber Rasmus, stay strong, ride safe!

Das kleinste Hostel Schwedens mit 4,4 qm

Mein Ziel entschädigte mich für den großen Umweg. Es war diese kleine Hütte, die alles bot, was man braucht. Früher war darin die Telefon-Relaisstation des Ortes untergebracht, deshalb heißt es auch so. Dusche und WC sind in einem anderen Gebäude. Agneta und Jörgen haben alles hier eingerichtet, die Gebäude, mein kleines Haus und neuerdings wohl auch eine Sauna. Sie haben unter fachkundiger Anleitung und mit Genehmigung auch 200 qm wilde Blaubeeren hier her versetzt und unternehmen alles, das sie anwachsen.

Innenansicht der Hütte

Es soll hier sogar Bären geben. Sie haben noch keinen live gesehen, aber zahlreiche Spuren gefunden. Ich schließe dann mal besser ab.

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