Agneta und Jörgen hatten nicht nur die Unterkunft, auch das Frühstück perfekt angerichtet. Es fehlte an nichts, aber ich blieb bei meinen Lieblingen: Vollkornbrötchen mit Marmelade.

Wir unterhielten uns noch etwas, denn sie hatten schon viele Gäste, aber wohl keinen, wie mich. Das hab ich schon mal irgendwo gehört.

Ich hatte gut geschlafen, das Bett war gut, die Beine waren gut, das Wetter war gut. Alles war gut. Ich fuhr meine vorgezeichnete Strecke, erkannte dann aber, daß der Hoghway hier nur eine Nationalstraße war und ich also fahren durfte. Das hieß natürlich erhöhtes Aufmerksamkeitslevel und sportliches Fahren.

In Hundiksvall hatte ich mit nach 40 km schon mal einen Kaffee verdient. Ich wollte nicht nur überall vorbei rauschen, sondern auch das Land kennen lernen. Diese Stadt hatte ich, wie viele andere, als Unterkunft erwogen und so wollte ich wenigstens vorbei schauen und gegebenenfalls schöne Bilder machen.

Ich wollte auch nochmal checken, wo genau denn meine Unterkuft Gaffelbyn in Sundsvall liegt, denn teilweise gehören Orte zur Gemeinde, die sehr weit draußen liegen, und das kann weit davor oder weit dahinter sein.
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Spaßenshalber gab ich den Ort bei Google ein, 98km! Das war aber noch weit! Ich nahm deshalb wieder die Strapazen des Highway in Kauf und so konnte ich auf etwa 80 km verkürzen – und war auch schneller unterwegs. Bis auf zwei Trinkpausen zog ich durch und mußte aber 18 km vor Sundsvall sowieso runter von der Hauptstraße, die war dann wieder eine Schnellstraße.

Das war richtig gut, denn es ging nun 15 km auf einem fast fertigen Radweg durch Vororte in die Stadt. Die Straße wurde neu gemacht und die Autos hatten teilweise ewig an temporären Absperrungen zu warten. Ich aber fuhr unbekümmert auf dem Radweg, der immer mal wieder abgesperrt, aber ja weitgehend fertig war. Sehr schön, viel Platz fürs Rad!

Am Fuße diesers chönen Brücke machte ich ein paar Bilder, da wär ich auch gern drüber gefahren; im Hintergrund ist das Stadtzentrum zu sehen.

Die Stadt ist sehr bedeutend, wenngleich ich auch noch nie etwas von Ihr gehört hatte. Jede Menge Raffinerien, Industrieanlagen, Bahnknotenpunkt und auch viele Einwohner:innen.

Ich gondelte da herum, um etwas zu essen, bevor ich in mein Vandrarhem 3 km außerhalb fuhr. Aber es gab immer nur Burger & Salat. Es blieb dabei, die letzten Bratkartoffeln mit Ei hatte ich in Flensburg bekommen. also suchte ich eine Pizzeria, die hier in Schweden fast ausnahmslos von Eingewanderten betrieben werden. Da arbeitet dann oft die ganze Familie mit und die sollte man auf jeden Fall unterstützen.


Oben auf dem Berg gab es tatsächlich nichts zu essen und auch keine Reste in der Küche des Hostel. Ich kletterte zum Tagesabschluß noch auf einen Aussichtsturm in 162 m luftige Höhen und machte Bilder von der Stadt unten im letzten Sonnenlicht.


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