SE15 Hörnefors-Umeå-Vaasa

Heute mal die Übung „Früher Vogel …“ weil ich um 10 Uhr schon am Hafen Umeå (Holmsund) sein will. Gestern hatte ich gut vorbereitet und alles einmal gewaschen, inklusive meines Moser Rennrades. Und ergab kein TV, das mit mit Fußball vom späten zubett gehen abgehalten hätte. Frühstück gab es auch nicht, außer ein paar Keksen und einer mit warmem Wasser aufgegossenen Magnesiumtablette (igitt).

Die letzte Brücke in Schweden, und ja – sie ist erlaubt!

Beide Navigationen zeigten den selben Weg, der aber nach 2 km zur Schotterstraße wurde. Nein, das würde ich nicht machen, mir einen Platten holen und in Zeitnot kommen. Lieber umdrehen und doch wieder den Highway E4 nehmen. Die Sonne schien und aber der Wind hatte gedreht. Ich will mich nicht beklagen, denn ab morgen brauche ich ihn so.

Die letzten Schwedenkilometer

Die 45 km zogen sich ganz gut und je dichter an den Hafen, desto abweisender für Radfahrende wurde die Straße. Das letzte Stück wurde renoviert und war bereits abgehobelt. Aber hej, wir haben schon anderes erlebt. Ich wollte vor der Schranke einchecken, aber dafür war der Automat nicht vorgesehen. Neben mir ein Camperfahrer aus Norwegen, der auch gar keinen Dunst hatte. Irgendwann meldete sich eine Stimme, das ginge so nicht , ich solle wie Fußgänger einchecken und zu dem blauen Gebäude kommen. Ich fragte, eher so eins von denen auf der linken oder auf der rechten Site des riesigen Stauraums, den die Autos langsam füllten. Sie verstand mich nicht und sagte, OK, dann kommen sie einfach zu mir. Was sie vielleicht nicht weiß: Ich weiß nicht wo sie ist und es gibt etwa 20 blaue Gebäude, ausschließlich blaue Gebäude. Aber auch hier wieder, ich habe meinen Spaß an solchen Kleinproblemen, denn es war erst 9:45. das Ablegen war offenbar von 11 auf 11:15 verschoben.

Sami und Henri, zwei echte Sportsmänner

Irgendwie fragte ich mich durch, bis zum Terminal, zu dem man durch ein unscheinbares Gitter hindurch konnte. Dort machten wir dann alles, das heißt, ich bekam ohne Rückfrage eine Art Kassenbon. Ich erkannte die Frau an der Stimme, die sich nicht fragte, wie ich sie gefunden hatte.

Räder seefest anschnallen bitte!

Im Terminal saß auch Heri, total fertig, später kam auch Sami hinzu und dann noch Juha. Sie hatte gemeinsam, gerade den Brevet Västerbotten gemeistert zu haben, eine Radtour nach Zeit von über 1200 km bis Norwegen und zurück innerhalb von 90 Stunden! Kein Wunder, daß sie etwas humpelten und teilweise nur langsam dachten.

Henri hat das auf Strava aufgezeichnet

A propos Strava: Laßt uns gegenseitig folgen, so bleiben wir in Kontakt! Anbraten hier entlang: Strava Profil Guido

Klar zum Ablegen

Ich hatte mir für 10€ einen bequemen Sitz in der Lounge gesichert und nach ein paar Bilder von obersten Deck und einem späten Frühstück schlief ich tatsächlich ein bisschen. Draußen gab es nur die ruhige Ostsee und hinter der Glastür der Lounge tobten die Kinder herum, die vorher stundenlang in Wohnmobilen festgesessen hatten.

In gut 4 Stunden über den Bottnischen Meerbusen
Unser 2021 fertiggestelltes Schiff Aurora Botnia

Die Fähre fasst hunderte Passagiere und Autos. Bei mir kam das Gefühl der Heimfahrt mit der Fähre ab Helsinki auf, dabei kommen ab morgen noch 600 km Radfahrt.

Erste Insel von Finnland

Wir sattelten wieder die Räder und durften mit als erste von Bord. Beim Start waren wiederum sogar die allerersten überhaupt. Ich mußte daran denken, wie ich beim Abenteuer Transkaukasien mit der Fähre vom georgischen Batumi über das Schwarze Meer nach Odessa in der Ukraine gefahren war. Damals mußten wir in einer Pfütze stehend warten, bis das letzte Auto in der Fähre war.

Buch, eBook und Hörbuch gibt es in meinem Verlag AmpelPublishing oder auf den einschlägigen Plattormen des Buchhandels

Wir rollten Richtung Stadt noch gemeinsam, bevor wir uns verabschiedeten. Mein Hostel forenom Vaasa lag direkt im Zentrum.

Wieder auf dem Rad (4 km)
Man hätte aber auch so mit dem Rad verreisen können.

Die Stadt gibt nicht viel her, aber darüber sollten wir uns nicht beschweren, denn das damalige Deutsche Reich hat Finnland verwüstet hinterlassen, nachdem es sich abgewendet hatte. Deshalb gibt es so wenige anheimelnde Innenstädte hier.

Das Haus links: Baujahr 1964

Auf der Suche nach Aufklebern mit Stadtwappen erntete ich Kopfschütteln – Aufkleber, was ist das?

Ich verlief mich in einem der Shoppingtempel

So kaufte ich wieder Tortelloni Spinat/Ricotta und machte es mir im Hostelzimmer gemütlich.

Heute auf Finnisch: Jalkapallon EURO 20/4

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