Heute Morgen war es nicht nur hell, sondern auch schon warm in der Sonne. Ich konnte in der Sonne frühstücken und dann relativ zügig meine Klamotten packen.

Dünne verzerrte Schleierwolken könnten so etwas andeuten. Die Morgensonne von Osten bietet neue Möglichkeiten, die Stadt von der anderen Seite abzulichten.

Dann fuhr ich raus in Richtung der Nationalstraße E8. Ich hatte zu entscheiden, ob ich auf dem Highway fahre oder über die Dörfer direkt an der Küste entlang.

Aber dann sah ich auf der Radbeschilderung, daß ich über 20 km abkürzen kann. Und weil hier niemand unterwegs war, blieb ich auf der E8. Es ist wesentlich weniger als auf dem gleichen Breitengrad auf schwedischer Seite des Bottnischen Meerbusens. Aber die schöne glatte Straße mit wenig Autos nach Süden gab es nicht umsonst. 1 km nach dem Abzweig kam erstmal eine Baustelle. Sie hatten den Asphalt auf 6 km abgehobelt indes mußte ich nun durch.

Am Meer entlang könnten einige Abschnitte auch Schotter sein, sagten sie gestern an der Tankstelle. Danach kam christian gut voran, hatte aber natürlich nichts zu sehen, außer links und rechts den weiterhin beeindruckenden Rotkäppchenwald.

Das Gelände besteht zum Teil aus Torf und, abgesehen vom Oberflächenwasser konnte man das an einer Stelle auch mal sehen:

An einer markanten Kreuzung nach Merikarvia hatte ich die Hälfte und machte Mittag. Eine lustige Verwechslung: ich konnte nichts entziffern und sah „Makkaroni“, die ich gern hätte.

Denn diese Speise heißt „Makkarakori“. Die Wirtin konnte sich gar nicht beruhigen darüber und erzählte jedem davon.

Ich nahm die zweite Hälfte mit Schwung in Angriff und wäre bald durchgefahren, wenn sich nicht dieses liebliche Motiv gefunden hätte:

Das Wetter hielt sich und ich erreichte, früher als erwartet,mein Ziel Pori.

Später beim Einkaufen gehen, mußte ich feststellen, daß es kaum ein altes Haus hier gab. Das Stadtzentrum bestand aus einem quadratischen Grundriss, der tatsächlich nach dem Krieg so neu gebaut wurde.

Hier waren es nicht die Deutschen, die alles zerbombten, sondern seinerzeit die Russen. Sie hatten es auf Flugzeughangars abgesehen, erzählten mir junge Leute. Finnland hat seinen Entschluss zur Neutralität teuer bezahlt.



Beim Einkaufen sah ich mal wieder, wie anders es als bei uns ist. Viele kleine Getränkedosen mit den unterschiedlichsten Energydrinks und alle möglichen unsinnigen Varianten, die das Marketing so hervor bringt.

Offenbar werden dabei die Regeln des stark eingeschränkten Alkoholverkaufs kreativ interpretiert.

Ich hatte für 40€ ein super schönes Appartment bekommen. Sogar mit Waschmaschine. Das nutze ich aus und wusch alles, was irgendwie ging, um es am Fenster aufzuhängen.




#guidolange #abenteuerskandinavien #bikepacking #radreise #finnland #pori #eurovelo10 #radtour #abenteuerreise #reiseblog #reiseblogger
