FIN5 Sommer in Helsinki

Heute hatte ich die freie Auswahl, zog ein zwei-Tagesticket für die Schnellbahn vom Flughafen ins Zentrum und stieg hinab in den bestimmt 30 m in Granit liegenden Tiefbahnhof .

Tunnel zum Bahnhof Vantaa

Der Flughafen wurde damals – 2017 – gerade stark ausgebaut, denn so bot sich statt über Dubai eine Alternative, um auf kürzestem Wege über demokratische Staaten nach Asien zu kommen. Während Corona wurde unverdrossen weiter gebaut, aber seit Putins Russland die Ukraine überfiel, wird nicht mehr über Russland geflogen und die Pläne sind dahin. Die Passagierzahlen sind nun auf den Stand von 2011 zurück gefallen.

Next Stop Helsinki Central Station (Seuraava pysäkki Helsingin päärautatieasema)
Auf geht’s in die Stadt

Ich ließ mich treiben nach rechts Richtung Wasser. Da mußte irgendwo das Kult Café Regatta sein.

Buchvorstellung Abenteuer Skandinavien
Christmas – Santa Claus grüßt vom Polarkreis

Ich kam aber erstmal nur bis zu diesem Souveniershop. Die hatten sogar Aufkleber für Koffer und Fahrrad! Es gab in der Ecke noch weitere solche Läden, die man im restlichen Land vergeblich sucht. Das liegt daran, daß ganz in der Nähe die Tempelkirche liegt, die in einen Granitfelsen hinein gesprengt wurde.

Das Dach der Kirche

So einsam, wie auf diesen Bildern war es nicht:

Auf der anderen Straßenseite wartet eine Gruppe nicht auf mich, aber auf irgend ein Signal.

Man muß Eintritt bezahlen, was ich irgendwie ablehne beim Betreten einer Kirche – Spenden gerne. Damals konnte man noch so hinein und ich machte Bilder.

Eine super Sache, die Bilder von damals. Denn so manches Motiv findet sich heutzutage nicht so gut (denn es wird überall gebaut).

Am Wasser entlang, kam ich an einem Eisstand nicht vorbei – die (große) Kugel für 5.50€
Und dann war ich am Cafe Regatta.

Das Cafe ist ein unglaublich schöner Platz und von coolen Leuten mit viel Liebe betrieben.

Es liegt direkt neben dem traditionsreichen Ruderclub Soutuseura mit dem Wasserstadion

Nur ein paar Schritte weiter:

Das Jan Sebelius Monument

Die Skulptur nimmt den Nationalkomponisten zurück und stellt die Musik mit stilisierten Orgelpfeifen in den Vordergrund.

Olympiastadion mit Läuferikone Paavo Nurmi

Als Abschluss meines Abenteuer Baltikum lief ich 2017 den Helsinki City Marathon. Ich wurde eingeladen, bekam zum Geschenk die Startnummer 2000 und kurz vor dem Start interviewt. Denn schließlich machte ich den 2000 km Lauf entlang der Baltischen Küste nur, um zum Marathon anzureisen. So sahen sie es.

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Ich sehe noch meine unglaubliche Platzierung 275 von 5000 Teilnehmer:innen an der Anzeigetafel vor mir. Ich schnappte meinen Finisher Beutel (inklusive Henkell Trocken!) und flüchtete vor einem brachialen Unwetter in das Duschhaus. Viele kamen damals überhaupt nicht ins Ziel und mußten abbrechen.

Im hier und jetzt auf der anderen Seite der Stadt liegen auch wieder viele Boote und manche angeln sogar.
Zu Gast bei einer gender reveal party

Am Ufer feierten drei Mädels gender reveal. Ich dachte, es ginge vielleicht um eine Festlegung des eigenen Geschlechts, oder so, vielleicht auch outing. Aber es ist die Bekanntgabe des Geschlechts des ungeborenen Kindes, das die Frauen mit ihrer Social Community feierten. Danke, daß ich dabei sein durfte! Männer werden bei sowas eigentlich nicht gebraucht.

Die Markthalle Hakaniemi Kauppahalli war mein nächstes Ziel. Dort bekam ich, was ich seit drei Wichen vermisst hatte: Kartoffelauflauf!

Im Obergeschoss gibt es noch die traditionellen Stände

Helsinki feiert von 24. bis 30. Juni die Pride Woche, am Samstag gibt es einen großen Umzug. Die Innenstadt schmückt sich deshalb in allen Farben, die wirklich alle Menschen auf der Welt einschließen.

Helsinki großes und traditionsreiches Kaufhaus Stockmann
Auch und natürlich dabei: The Old Irish Pub
Hier kam später Fußball: Hollanti – Itävalta (Niederlande-Österreich) Es ging 2:3 aus (kaksi-kolme)

Über den Hauptbahnhof fuhr ich zurück in mein Hostel am Flughafen.

Bahnhofshalle

Heute 20.000 Schritte (gestern 370), dafür ließ ich das Rad stehen und bin müde genug, um beim Fußball einzuschlafen.

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