N10 Nordfjordeid – Molde

Heute hatte ich sportlich großes vor: Erst als die 35 km bis zur Fähre Folkestadt – Volda und dann die geplante Etappe bis Molde. Dann wäre ichbezogen Tage vor meinem Plan und könnte die 1000km feiern.

Die Möwe brütet bei Wind und Wetter

Und das, wo in der Nacht und den ganzen Morgen der Wind den Regen an die Scheibe peitschte.

Der Høgefossen direkt an der E39 / B651

Bei km 10 kam dieser schöne Wasserfall und ich mußte, ob ich wollte oder nicht, die Fahrt kurz unterbrechen.

Viel Regen heißt auch schönere Wasserfälle

Auch bei Straumshamn musste ich wieder stoppen: Denn es lag ein Doppelter Regenbogen über dem Dorf.

So tief hatte ich noch nie einen gesehen.

Es waren die Schönheiten der Natur, die ich auch schon in den letzten Tagen so oft bewundert habe, die die positive Seite der oft menschenleeren Gegenden darstellen.

An der Fähre gab es keinen Aufenthaltsraum zum Aufwärmen, dabei war es bei der Abfahrt runter zum Hafen bitterkalt.

Ich probierte, ob der Maschinenraum abgeschlossen war und hatte Glück. Es lag dort sogar noch eine Strickdecke, die ich mir ein paar Minuten umhängte.

Ich war versucht, schon bei km 40 eine kleine Pause zu machen, aber das geht nicht, wenn es über 160 km werden soll. Aber im „Spar“ in Vartsal kaufte ich mir was – zwei Pizzastücke und zwei Schoktrunk. Aber Bushaltestelle war ein guter Platz.

Ich muss mal Danke sagen an die Firma mit diesem Milchshake „Schokogeschmack“.

Keine Ahnung, ob mein Körper das irgendwie verwerten kann, es schmeckt geil.

Kurz vor Fähre Nunmer 2 Festøya – Solavågen machte ich dieses Bild von Barstevik – ein Dorf mit schneebedeckten Bergen am Horizont – wie gemalt. Das Wetter wurde immer besser, je mehr ich nach Norden kam. Immer wieder Wolkenlücken und aber auch kalte Böen.ich glaube, besser geht es nicht. Den Vorrat von 6 Sonnentagen haben wir gleich zu Anfang verpulvert.

Wie in den Alpen!

Auf der anderen Seite ab Solavåges war es total stressig. Viele Straßen, große Kreisel, tausend Autos und bei der Planung hatten sie irgendwie die Radfahrer vergessen! Auch mit Navi fand ich keinen Weg aus diesem Ballungsraum Ålesund.

Auf der Fähre war noch alles gut.

Ich klemmte mich dann auf den Randstreifen der stark befahrenen E39 und fuhr so schnell ich konnte. Offenbar für einige nicht schnell genug. Dabei war auch ein Tunnel, der verboten war, aber anders wäre ich da nicht weggekommen. Jede Menge Kohlenmonoxid!

Es wurde ruhiger, als es für viele Kilometer eine Parallelstraße gab, aber auch die endete letztendlich auf der E39. Bei Skodje änderte sich das schlagartig, denn es war eine kleine Nebenstraße die 661, die ich mir da geplant hatte.

Sehr schöne alte Strecke über die Skodjebru von 1922

Inzwischen war die Sonne rausgekommen und sie brannte einerseits auf dem Pelz, andererseits gab es weiter sehr kalte Windstöße. Komisches Wetter.

Dann ging es ins Gelände, eine Schotterstraße- die einzige Komplikation, die mir noch fehlte, wenn ich so alles aufzähle. Es ist eine Privatstraße quer über die Insel, weil alle anderen Routen ganz außen rum gehen durch alle Buchten. Bei der Planung wurde mir das vorgeschlagen und ich hab es so genommen. Es konnte ja niemand ahnen, daß es derart steil hoch ging und die Straße immer schlechter wurde. Zu Anfang noch grauer Splitt, dann grober Splitt, dann holprige grobe Steine dazwischen und nachher nur noch Felsbrocken mit Moos. Ich mußte wachsamer sein als auf dem Highway, damit ich das Rad nicht kaputt machte.

Mein Navi sagte, „Tja, keine Ahnung. Wird wohl so stimmen“ und es waren sehr lange 12 Kilometer.

Als ich fast durch war, machte ich noch ein Bild

Ich holte alles aus mir heraus und drohte zu verkrampfen, weil ich den Lenker so festhalten und mich konzentrieren mußte. Nach 10 km wurde endlich der Weg wieder besser. Es kamen Hütten, deren Besucher jetzt vor dem Feiertag gerade eintrafen. Ich fragte einen jungen Mann auf einem Mountainebike, wie lange das noch so geht und die erlösende Nachricjt war: noch einen Kilometer.

Ab hier wieder Asphalt – breit wie eine Landebahn!

Ich war durch und nun aber Obacht, ging es steil runter auf eine Uferstraße mit mehreren Haarnadelkurven in denen auch Sand lag! Dann war ich auf der Uferstraße 661 und dann waren es nur noch 7 km bis zur Fähre Nummer 3 von heute. (Insgesamt 13 Fähren, 22 Tunnel auf 1080 km in 10 Tagen).

An der Fähre stand „Molde 2 km“, das hatte ich nicht erwartet, ich dachte es kommen nochmal 20.

Ich machte das Hotell Molde (85€) klar, bis die Fähre kam und grinste in der Sonne. Jeden Tag kann ich das so nicht machen, aber es hat funktioniert. Ich bin durch meine erste norwegische Schlechtwetterfront hindurch.!

Panorama von Molde aus gesehen
Bodø/Glimt gegen Viking Stavanger

Nach Duschen, Klamotten waschen, Einkaufen für heute und morgen (Feiertag) und zwei Käsebrötchen auf dem Zimmer genehmigte ich mir ein Bier für 14€ in der Bar und schaute mit den anderen Fußball. Ich war rundherum zufrieden und beschloss, mich ohne den Blog zu schreiben, mich ins Bett zu hauen. So unghefähr stelle ich mir meine Reise vor: Abenteuer und Sport.

https://www.komoot.de/tour/2277231722?ref=itd

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https://maps.suunto.com/move/langeguido/68374f7ed197cc058a1692fe

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