Ich kam bisher wenig mit den norwegischen Menschen in Kontakt, das sollte sich heute ändern.

Erstmal nahm ich Abschied von Molde. Die Beine waren gut genug für die nächsten 230 km nach Trondheim, wovon ich auf jeden Fall mehr als die Hälfte heute schaffen wollte.

Ich wollte das gute Wetter nutzen und hatte auch die Idee, daß am heutigen Feiertag wenig Verkehr herrschen würde auf der E39. Gestern war es teilweise unangenehm eng geworden und damit auch gefährlicher.

Ich zweigte auf eine Nebenstraße ab und eine eBikegruppe aus Kristiansund bestätigte mir, auf der richtigen Route zu sein.

Sie kündigten mir auch den weiteren Verlauf an mit Brücken und einer anderen Nebenstraße.

Brückentag ist zwar erst morgen, aber heute gab es reichlich h davon.

Die Insel braucht auch eine Brücke, um wieder runter zu kommen.

Am anderen Ende versuchten Angler ihr Glück

Ich flog dahin, aber es kostete auch Energie. In einer Tankstelle lud ich nach, wo sonst? Kekse „Paradies“ und Kaffe mit Schokotrunk



Die E39 schlängelt sich am Valsøyfjord entlang , aber sie bauen eine Abkürzung mit Tunnel und Brücke. Die Eröffnung konnte nicht mehr ewig viel später sein, weil Schilder und Straßenmarkierungen schon fertig ware. Und wenn sie erstmal offen ist, darf man garantiert nicht mit dem Rad da durch.
Es war Feiertsg und es war zu verlockend – ich mußte es probieren! Aber ich wurde aufgehalten: Ein Baggerfshrer, ein Trucker und auch der Bauleiter in seinem Pickup hupten vielfach unmissverständlich. Ich drehte ab. Vielleicht bohrten sie ja noch am Tunnel, das wäre dann ja wirklich gefährlich!

Als ich durch Valsabotn hindurch gefahren war, kam eine Ampel an der Einfädelung der neuen Strecke. Und da wartete der Bauleiter auf Grün. Ich interviewte ihn. Er sagte, man hätte da aufleimen Fall durch gedurft. Dann aber sagte er auch: sie eröffnen am 25. Juni. Also wäre es durchaus gegangen !

Ich orientierte mich nochmal und überlegt, wo ein Ort zu schlafen sein könnte. Es waren noch 35 km bis Vinjeøra, aber der war auch so klein. In Google zeigt es nichts an. So fuhr ich weiter mit knurrendem Magen, aber genoß die Landschaft am Trøndelag.

Ich machte immer wieder Handybilder und überlegte, wo ich bleiben könnte. Dann kam das Unerartete: Unterhalb der Straße, direkt am Wasser saßen Leute und grillten. Es war ein milder Abend angebrochen.
Ich stoppte und drehte um zu ihnen, um herunter zu fragen, ob sie jemanden persönlich kannten in Vinjeøra. Das nicht direkt, aber ich solle mal herunter kommen, dann könnten wir in Ruhe sprechen.
Es war ein geselliger Abend, sie hatten ein Gästezimmer und luden mich ein, zu bleiben. Das war ja sensationell!

Sie zeigten mir die Dusche und das Zimmer. tafelten auf und freuten sich über diese Abwechslung. Es gibt wohl nicht viele Abende, jedenfalls nicht im Mai, wo man so lange draußen sitzen kann. Es fühlte sich an wie Nachmittag, wurde aber sehr spät.

Sie arbeiten und wohnen unter der Woche in Trondheim, aber zum langen Wochenende sind sie draußen bei der Mutter im Elternhaus, das schon dem Ururgroßvater gehörte.

Wir sprachen über verschiedenste Dinge, die Vorfahren, das Essen, die Kultur und Besonderheiten dieses Landstrichs. Wer braucht schon den Geirangerfjord, wenn man hier so zusammen sitzen kann. Die Situation war für uns alle einmalig und wir machten das beste daraus. So nah kam ich Norwegen bisher noch nicht.
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Normalerweise beschränkt sich die Konversation auf ein paar Höflichkeiten. Die Mutter Irena konnte nicht Englisch und sprach einfach Norwegisch. Ich bildete mir ein, teilweise zu verstehen. Es gibt viele Ähnlichkeiten zum Deutsch. Denn was gibt es daran nicht zu verstehen: „Güt nott, slap god“ – oder so. Ansonsten übersetzten Vivian und Lasse.

An diesen Abend werden wir noch lange denken, und wenn Ihr mal nach Deutschland kommt – sagt Bescheid, herzlich Willkommen!

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Eine herausfordernde, tolle Tour bei gutem Wetter, aber mit einer entscheidenden Frage: Wo übernachten?
Die Lösung war unerwartet und ein tolles Erlebnis für sich!
