Gestern hatte ich wieder mal versucht, die Monsterbagger und -maschinen zu fotografieren, die sie beim Straßenbau einsetzten, heute wurde ich von einem Riesenbagger geweckt!

Ich dachte erst, ich träume, als ich den habe am Fenster vorbeifahren sehen. Es war wirklich einer. Mit spielerischer Leichtigkeit und Präzision planierte er den Platz zwischen Hütte 7 und 8, der gestern sehr matschig war. Nach 10 Minuten war er schon wieder fertig. Bei uns im Dorf kann sowas nur der Lars.

Heute nur kurze Tour, dann konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt ausschlafen und dann vor der Bergkulisse frühstücken.
Die E6 wurde auch hier neugebaut und ich stellte mich entweder auf eine lange Wartezeit an der Baustelle ein oder auf eine nervige Umfahrung – womöglich über Stock und Stein. Beides wäre nicht schlimm, weil ich ohnehin nur knapp 70 km vor mir hatte.

Keins von beiden traf zu, es gab eine kleine Verschwenkung auf die bisherige E6, die neue wird im Herbst eröffnet auf einer neuen Patallelroute. Das war’s. Ich mußte also bei engen Passagen nur aufpassen und schneller fahren, um da wegzukommen. Das kann ich inzwischen.

Es war ziemlich trübe, aber wenig Regen und kein Wind. Ich nahm mir vor, von Fotostops abgesehen, bis Mosjøen durchzuziehen, die Stadt anzuschauen und dann die letzten 15 km zum Campingplatz zu bummeln.

Ich hätte je gedacht, daß nach einem letzten Bergrücken und einer langen Abfahrt die Stadt einfach so am Nordmeer bzw. am Fjord liegt. Aber so ist es nicht. Sie hat eine ganz tolle Lage an diesem Felsen mit vielen Wasserfällen und Altschneeresten.

Ich gurkte mit dem Rad unschlüssig herum, eigentlich auf der Sichens h einem Supermarkt und fragte eine Frau, ob das denn hier schon das Zentrum sei und ob es nicht eine Art Uferpromenade mit einem Café gäbe. Sie sagte, letztes nicht direkt aber gleich die Prallelstraße sei die bekannte Sjøgata mit den bunten Holzhäusern und da gäbe es auch Cafés.

Auch an dieser Straße arbeitete ich mich mit dem Fotoapparat ab. Dazu kletterte ich unter anderem auf eine Absperrung, um die parkenden Autos nicht auf dem Bild zu haben. Ich bekam einen Krampf, während ich einfach nicht fertig wurde, das Gegenlicht auszutricksen und mit kleiner Blende (große Zahl) und langer Verschlußzeit experimentierte. So mußte ich abspringen, bevor ich runterfiel. Letztendlich kommt nur ein Bild davon ins Buch, aber eben das beste!

Neben dem Reisen als Erkundung Europas und dem sportlichen Radfahren ist das ein drittes Hobby geworden: passable Bilder machen. Und dafür hatte ich heute Zeit und nun auch das entsprechende Wetter dazu.
Endlich konnte ich dann selbst ins Café , mir zwei Toast, ein Stück Kuchen und zwei Kaffee für einen aberwitzigen Preis gönnen. Ich will weder dauernd auf den Preisen noch auf der Kartenzahlerei herum reiten. Aber eine Erkenntnis trübte dann den Aufenthalt im Café doch: ich guckte mein Konto durch, das unzählige Positionen enthält, für jeden Piep am Lesegerät einen. Und da fand sich eine mit 180€!! Das konnte eigentlich nicht sein. Es muß bei einem der vielen Vorgänge in den letzten drei Tagen eine Null zuviel eingegeben worden sein, statt 207 NOK eben 2070,00. 2000NOK – das wäre mir umgefallen. oft wird mir das Gerät unter die Nase gehalten und ich kann nur noch auflegen. Nun werde ich wohl oder übel entweder noch mal nach dem Betrag fragen oder meine Lesebrille heraus holen müssen. Blöd eigentlich, war sicher nicht absichtlich, aber läßt sich nicht zurück drehen.
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Eine Sache nochdazu: schon im letzten Jahr und auch hier in Norwegen wieder wird man manchmal gefragt EUR oder NOK. Man versteht die Frage nicht und denkt, auf dem Konto fehlen nachher sowieso Euro. Bei Antwort 1 EUR wird von einer Bank umgerechnet und das kostet extra Gebühren, die richtige Antwort lautet also Umschlag 2 – NOK. Der sicherlich umgerechnete Betrag erscheint einfach so auf dem Konto. Ich nehme die sog. EC-Karte, denn bei der Kreditkarte fallen nochmal Auslandsgebühren an. Kreditkarte nur für Internetgeschäfte, wenn es nicht anders geht. So meine Erfahrung und Konklusio.

Dann noch schnell Supermarkt und raus auf die Landstraße, die erstmal eine kleine Straße parallel ist, statt direkt auf dem Highway 6 fahren zu müssen.

Es wurde nun beinahe richtig warm und ich konnte ohne Jacke fahren, wie zu Beginn vor 14 Tagen. Die Berge mit dem S hier oben drauf kamen immer dichter und ich hatte ganz vergessen, wie einfach man zum knipsen dauernd da Handy hinten rausholen kann. Bei Regen ist das alles komplizierter.

Meine Hütte liegt tatsächlich direkt am Wasser und ich fühle mich wie im Alpenfrühling.


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