N22 Narvik – Harstad

Als Entschädigung für viele Regentage kam jetzt die Sonne raus und ich startete nach Norden. Zeitgleich mit mir auch Tim, Helena und Frederico, die auf den Narvikfjellet wandern wollten. Danke, daß Ihr mich in voller Fahrt fotografiert habt!

Back on the road

Schönes Wetter heißt auch schöne Fotos.

Auf der Hålogalandsbrua nach Norden

Der Fjord lag ganz still und so spiegelten sich die verwitterten Felseilande im Wasser.

Tolle Farben des gefalteten Granits

Es ist vielleicht auch an der Zeit, mein Rad zu würdigen, das leicht lädiert die Stürze und mich seit dem Abenteuer 🇮🇸 Island weit gebracht hat! Am Pausentag gestern putzen wir, kratzten den Dreck aus der Schaltung und ölten die Kette. Jéromine hatte ein Kettenwachs und wollte mir ihren Rest überlassen, aber es darf nicht mit Öl gemischt werden und ich hatte nach genug Öl.

Auch wenn es dort nicht stehen darf, gereinigt sieht es doch ganz gut aus.

Nun also fuhr ich auf die Lofoten – dahin, wo alle hin wollen. In Bjervik ist der Abzweig der E6 nach Norden, wohin ich zunächst auch wollte. Es sollte auf die Insel Senja gehen und dann in einem Bogen nach Süden. Nun entschied ich mich aber direkt auf der E10 weiter südlich nach Harstad zu fahren.

Denn bei all den sportlichen Verausforderungen war der Genuss in den letzten rauen Tagen etwas zu kurz gekommen. Sollte sich das Wetter halten, könnte ich mehr genießen und die südlichen Lofoten waren nicht nur abzureißen sondern auf sechs Tage zu strecken.

Der entscheidende Kreisel in Bjervik. Was man leider auch sieht, der Strom der Wohnmobile nimmt zu. Hier kommen mehrere hintereinander von Norden und fahren über diesen Kreisel weiter nach Süden

Harstad war ein schönes Ziel, mit 100 km nicht zu weit und es gab ja wieder viel zum Fotografieren. Entlang des Fjordes verlief eine alte Route der E10, dem Kong Olavs veg. Die Natur hatte begonnen, sich die Straßen zurück zu holen. Man fährt auf eigene Gefahr, aber die scheint vor allem von Leuten auszugehen, die zum Spaß auf des Gesperrt-Schild schießen!

Auf dieser stillgelegten Straße war ich erstmal für mich allein.
Die alte Landstraße
Diese frische Losung lag hier überall, vielleicht von Elchen oder Rentieren, sie waren nicht zu sehen.

Ich kam in Hochstimmung und war mal wieder froh, noch am Beginn der Saison unterwegs zu sein. Es gab immer wieder ruhige Phasen ohne Autos und insgesamt strahlten die Landschaft, die kleinen Ansiedlungen mit Wiesen und etwas Landwirtschaft eine friedliche Atmosphäre aus.

Im Winter wird auf einen Wegen Langlaufski gefahren – am Trollhøgda
Blick aufs Festland bei Narvik

Narvik liegt im Winkel des Fjords, der das Festland von der Inselgruppe der Lofoten scheidet. Sind so sah ich in immer weitere Ferne rückend das Gebirge, durch das ich vor zwei Tagen selbst gefahren war. Dann bog ich mit der E10 nach Norden ab.

Auch hier bis über 1000 m hohe Berge

An einer Raststätte aß ich einen Teller Chips&Fish. Sollte ich nächstes Jahr nach Großbritannien kommen, gäbe es das wahrscheinlich jeden Tag. Während ich wartete, reservierte ich ein Zimmer in einem F2 Hotel in Harstad, das völlig ohne Personal auskommt. Der alte Kasten war früher mal höher im Kurs, aber zu Lasten der neuen, schicken und teuren Hotels hatte man dies heruntergestuft auf Automatikbetrieb für 70€ die Nacht. Für mich ideal.

Frische Luft war schon immer gut

Mir ist nicht mehr so schnell kalt, ich fahre bei angenehmen 15 ° mit kurzen Klamotten und wenn ich nicht pausenlos fotografieren würde, hätte ich sogar ein gutes Tempo. Es wäre mein Wunsch, daß das ein paar Tage so bliebe. Aber ich werde natürlich nehmen, wie es kommt.

Ich bin mal gespannt, wie sich die Bilder der Kamera später im Buch ausnehmen. Da werden ein paar schöne dabei sein!

Auch hier wird fleißig gebaut und ich hatte Bedenken, durch eine Umleitung ins Hintertreffen zu kommen. Aber Gott sei Dank, die Brücke über den Tjeldsund war frei.

Tjeldsundbrua

Es war kein Wind auf der Brücke – ein Glücksfall. Ich konnte die Eilande darunter während der Fahrt knipsen.

Die Farben!

Wir machen einen riesen Zirkus um eine solche Brücke und hier haben sie unglaublich viele davon, dazu hunderte von anspruchsvollen Tunneln, manche tiefer als 200 m unter dem Meer! Und es scheint, als haben sie in Norwegen alles im Griff. Ein Land, das funktioniert.

Gegenüber von Harstad die Insel Rolla
Yachthafen von Harstad

Die Stadt ist ziemlich groß- über 21.000 Einwohner und zieht sich an einem Hang entlang – natürlich! Sie haben auf 10 km bis hinein einen neuen Radweg gebaut, toll gemacht aber wie immer hier ohne jede Beschilderung. Vielleicht kommt das noch.

Der Vorteil an so einem Automatenhotel: man kann samt Fahrrad in den Fahrstuhl steigen.

https://www.komoot.de/tour/2311286623?ref=itd

https://strava.app.link/VCXX6iE04Tb

https://maps.suunto.com/move/langeguido/68470eea628e0a6f923411a0

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2 Gedanken zu “N22 Narvik – Harstad

  1. Toll! Auf den Lofoten war ich zum Glück schon vor 35 Jahren, da war es noch nicht so voll. Mit den vielen Wohnmobilen stelke ich mir das Radeln recht unangenehm vor. Mal schauen, was du berichtest.

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