N27 Stamsund – Å

… und dann hat sich das Abenteuer Norwegen gedacht: „gestern hab ich schon mal gezeigt, wie das so gehen kann nach einem Sonnentag, aber heute legen wir noch eine Schippe drauf“….

Der Abschied vom Stamsund Hostel war nicht so leicht, wie bei anderen Herbergen. Ein toller Ort!

Heute also nicht nur strömender Regen und Kälte und Wind, sondern auch viele Autos, als ich nach 5 oder 8 km in Lekenes zurück auf der E10 war.

Irgendwo müssen die vielen Touristen wohnen.

Aber ich war stark und darauf vorbereitet. Man ist nicht unverwundbar aber mit der richtigen Einschätzung und Einstellung kommt man wesentlich besser durch.

Etwas besonderes: Tunnel Nummer 46 Nicht Schnapstraumtunnel sondern Nappstraumentunnel

Und dann hinter Lekenes war es soweit: Mein einziger Unterseetunnel kam in Sichtweite. Bisher hatte ich sie vermieden und meist sind sie wegen der Länge auch verboten. Ich hatte nach einer Umfahrung geforscht, denn es gibt ab Ballstad eine Fahrradfähre zum Nusfjord. Aber die muß man 24 Stunden vorher reservieren und sie fährt nur 1x am Tag um 10 Uhr morgens.

Erleichterung nach dem Tunnel und das gewohnte Bild: Wolken hängen in Bergen und malen schöne Bilder

Warum sind Unterseetunnel schwierig? Dieser war breit genug und hatte sogar auf meiner Seite einen sehr hohen Betonseitenstreifen etwa 1 m breit. Ich machte mich ziemlich schmutzig, weil ich mich an die jahrelang mit Ruß belagerte Wand lehnte, als mir ein asiatisch gelesener Mann ohne Helm auf seinem unbeleuchteten Rad entgegen kam. Super!

In jeder Buchhandlung und bei ampelpublishing.de: Abenteuer SKANDINAVIEN

Jeden Tag eine gute Tat! Also jedenfalls führen diese Tunnel unter das Meer, das heißt bis zur Mitte, hier also 900 m geht es steil bergab, aber dann halt die zweite Hälfte steil bergauf. Wenn man dann statt 35 km/h nur noch 10-12 km/h fährt, werden die Motorisierten unruhig und auch schon mal unsozial.

Ein Volvo 144 DeLuxe von etwa 1973 – also über 50 Jahre alt. Felgen sind nicht original aber originell

Ich hatte ein Paar aus Jena getroffen, denen ich von dem Seitenstreifen auf der für sie linken Seite erzählte. Sie sollten rechtzeitig auf einen Radstreifen auf die linke Seite wechseln, dann hätten sie es einfacher. Und ich empfahl ihnen das Stamsund Hostel. Sie wollten es sich überlegen.

Karibik mit Alpen

Das war nun eine ziemlich harte Tour, aber als diese türkisfarbenen Fjorde kamen, hatte sich der Verkehr etwas gelegt. Es kommen ja in diesen Tagen vor Hochsommer nur 4 Fähren pro Tag in Moskenes an. Es gibt also Schübe von Autos, die auf der E10 nach Norden rollen. Irgendwie merkt man das.

Noch mehr Karibik- jetzt sogar mit Sandstrand bei Flagstad

Das Wetter wurde besser. Ich hatte das Schlimmste überstanden. Als ich bei Ann-Sofie und Roxana aus Bordeaux anhielt, trank ich einen der beiden Reservetanks mit Kakao und aß ein Kvikk Lunsj. Sie waren nach Tromsø geflogen, hatten sich Räder ausgeliehen und nun 14 Tage Zeit, um sie morgen in Bodø wieder abzugeben.

———————————————————————————————- Mein „Abenteuer Atlantik – 4000 km entlang der Westküste Europas“ gibt es als Buch, eBook und demnächst auch als Hörbuch überall, wo es Bücher gibt – auch in Deinem Lieblingsladen. Bestellen und sieh es an!

Oder Du bestellst es direkt bei mir – auf Wunsch mit persönlichen Widmung – auf http://ampelpublishing.de Danke sagt Guido!! —————————————————————————————–

Sie und ich wollen mit der 11 Uhr Fähre nach Bodø aufs Festland. Denn ich hatte sie beim späteren Überholen fotografiert und versprochen, ihnen die Bilder zu senden. Denn sich selbst beim Radfahren hat man nicht oft. Morgen also auf der Fähre tauschen wir die Nunmern und Bilder. Ihnen schien das schlechte Wetter nicht viel auszumachen, dabei liegt Bordeaux nicht in der Bretagne. Sie dürften an der Gironde besseres gewohnt sein. Als ich da 2022 war, prallte schon Ende März die Sonne.

Es gibt kein schlechtes Wetter…

Ich habe wieder unzählige Bilder von den Wolken und den Bergen gemacht. Bilder machen ist keine Kunst, Bilder löschen schon eher. Mein Handy ist ständig voll und ich habe mich mal wieder von etwa 30 Kurzvideos getrennt, um Platz zu schaffen.

Ein Schweizer hatte mich vor den Fischtrocknungsgestängen fotografiert, aber man erkennt sie kaum.

Auch hier auf der Blogseite wird der Platz knapp. Zugunsten der Fotos lösche ich nach und nach immer mal ein Video aus den älteren Beiträgen. Sorry dafür. Ich habe in meinem Tarif 99€ pro Jahr 15 GB, und die sind beinahe wieder voll.

Gern weise ich nochmal auf die Webseite mit den Tunneln hin. Da sieht man gut, welche erlaubt sind, wo die Probleme sind und wo die verbotenen.
Hier also die Fischtrocknung von nahem. Es scheint jetzt Saison dafür zu sein.

Von einer Anhöhe, auf die ich an einer Kreuzung geklettert war, machte ich ein paar schöne Bilder und holte auch die Kamera raus. Es stört den Flow, aber macht auch Spaß zu experimentieren. Wenn man selbst beim Betrachten auf dem kleinen Display schon Freude hat, dann werden das auch gute Bilder im Buch!

Schon fast Endspurt!
Es kamen Tunnel aber auch diese Gallerie, eine Art einseitiger Tunnel, der relativ neu ist. Warum sie den nicht noch einen Meter breiter gemacht haben für die Radler, kann ich nicht verstehen. Vielleicht glauben sie, es würden irgendwann wieder weniger Radler, deshalb machen sie auch schlechtes Wetter!

Die Straßen wurden enger und die Menschen wurden mehr. Offenbar haben sie die Attraktionen um und kurz nach dem Ankunftsort Moskenes gebaut, statt sie mehr auf die Strecke zu verteilen. Nee, Spaß.

Hammøy- ein Kleinod mit Restaurant

Es war so wenige Platz, die Brücken waren einspurig, aber nicht wie in Island – wer zuerst kommt, hat Vorfahrt. Es ist alles mit Ampeln geregelt und automatisch überwacht. Es sind Nadelöhre.

Dramatische Landschaft kurz vor Moskenes.

Es wird tatsächlich immer schöner und auf jedem Felsen am Straßenrand steht eine kleine Hütte mit Souvenirshop, Bootsverleih, Fahrradverleih. Wahrscheinlich hat das mal hatmlos angefangen und nun ist es ein Hype. Abgesehen von einem Menschen im Stamsund Hostel und dem Radfahrer im Tunnel, habe ich Asiaten nur hier getroffen. Alle wollen Bilder und möchten ihr Auto irgendwo abstellen (gern mit laufendem Motor, weil es ja so kalt ist. Motor Ligen lassen geht gar nicht, liebe Freunde!). Es wimmelt von Parkverbotsschildern.

Ist aber auch unfair schön hier!
Blick auf den Hafen Moskenes, 5 km vor Å

Tja, und dann war ich in Å. Die Stadt mit dem kürzesten aller Namen – ganz vorn im Telefonbuch, steht auch auf der Tourismus-Liste ganz oben, sieben mir.

Muß immer jeder sein Dynamo-Dresden Sticker da aufkleben? nein.

Der Ort besteht zu über der Hälfte aus Hütten, einem Fischermuseum, Hotel und Hostels auf Pfählen halb im Wasser. Ja, es ist echt schön hier. Meine teuerste Unterkunft der Reise – doppelt so teuer wie alle anderen, kostete 160€. Es war nichts anderes frei. Marktwirtschaft- ich verstehe das.

Ein kleines Museumdorf

Es ist eine Sackgasse, ich möchte nicht wissen, was hier bei schönem Wetter in der Hochsaison los ist. Regen hat seine Vorteile!!

Das ist gegenüber meiner Herberge Fersebrygga.
Heute Tikka Masala – ein Fertiggericht für Abenteurer, gibt es in den meisten Supermärkten. (10€) Schmeckt ausgezeichnet!
Mein Appartment hat Meerblick – im Hintergrund ein Boot der Havila, so eine Art Hurtigruten
Da kommen nur noch homöopathische Kilometer von und zur Fähre / Bahnhof dazu. Fast genau 2700 in 27 Tagen.

https://www.komoot.de/tour/2324535772?ref=itd

https://maps.suunto.com/move/langeguido/684d92a9e469e06870fa1a23

https://strava.app.link/DcG4vnAedUb

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..