Die Überfahrt verzögerte sich um fast zwei Stunden, aber das wusste ich zum Frühstück noch nicht.

Ich stellte mir den Wecker auf 6:40, denn nach wie vor brauchte ich 90 Minuten zum packen und wollte noch den Beitrag fertig stellen.

Ich wollte auch noch im Joker einkaufen. Der Joker – mein treuer Begleiter. Hat immer geöffnet, auch Sonntags und das war wichtig !

Mit den Mädels Anne-Sophie und Roxane war ich gegen 10 Uhr verabredet, denn dann müßte sie eigentlich schon da sein und man muss ich auch noch Online registrieren mit einem QR Code vor Ort.
Ich hatte mal nach dem Wetter zuhause geschaut – boah: 30°? Das ist ja wie Sauna!


Am Hafen unterhielten wir uns und tauschten die Bilder von gestern. Anne-Sophie ist Allgemein-Ärztin und Roxanne leitet als Offizier der Polizei eine lokale Station in der Region Bordeaux. Ich bin an ihrem Revier vorbei gefahren im Abenteuer Atlantik!
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Die Fähre kam nicht. Roxane mit ihren Adleraugen hielt Ausschau und entdeckte es als kleinen, dunklen Punkt am Horizont, als wir etwas um die Hafenmole spazierten und Kaffee tranken.

Ich wollte nochmal los um Sticker für Koffer und ein Rad in einem Souvenirshop zu kaufen. Erst fuhr ich nach rechts auf den Highway, aber anders als gestern kam es mir unglaublich weit vor. Ich drehte um und besuchte doch noch den Joker. Die hatten auch Souvenirs aber keine Lofoten-Aufkleber, leider.

Es dauerte also noch eine Weile, bis die Ankommenden ausgeschifft und wir geboardet waren und also ablegen konnten.

Es war eine Fähre kaputt und sie mussten gestern eine ausfallen lassen und hatten in der Nacht mit Verspätung ein Ersatzschiff besorgt. Diese Verspätung hatte sich jetzt fortgeführt. Wir kenn das: „Verspätung aus vorheriger Fahrt“.

In Bodø liegen Hafen, SmartHotel und der Bahnhof ganz dicht beieinander.

Nach einer kurzen Pause machte ich mich auf den Weg in die Stadt, was auch immer das bedeuten mag. Ich wurde gewarnt, es sei nur grau in grau und es gäbe nichts zu sehen.

Juni ist der Pridemonat und das zeigen sie hier überall in Bodø.

Ich googlelte, wie weit das Stadion ist des spätestens mit dem Halbfinale in der Euroleague zur Berühmtheit gelangten Clubs Bodø/Glimt. Nur 800 Meter!

Auf einem Bolzplatz davor sprach ich mit Daniel, er spielt in der U15 von B/G und sagt, daß sie Allens h wie vor begeistert sind von dieser Entwicklung, ganz ohne Öl-Scheichs und reichen Geldgebern aus fernen Ländern, einfach durch gute Arbeit. B/G ist in dieser Saiso etwas abgerutscht in der Tabelle, aber sie werden bald zurück sein an der Spitze. Die Saison geht in Norwegen von April bis Dezember, die haben also gerade mal Spieltag 8.

Die erste Mannschaft hatte ein Freundschaftsspiel in Schweden gegen AEK 4:0 gewonnen, die spielen erst nächste Woche wieder hier, Diabetes die zweite Mannschaft war auf dem Platz! Das war ja sensationell, in der 4. Norwegische Liga setzte sich B/G gegen Bossmo Ytt. 5:3 durch. Das 3:2 schoss Isaak Elderen Avsen (17 Jahre alt, Rückennummer 17). Sein Vater saß neben mir auf der Tribüne und war aus dem Häuschen – für norwegische Verhältnisse. Wie kommentierten das Spiel zusammen und es war höchst unterhaltsam.

Sie bauen demnächst ein neues Stadion, dessen Dach man vollständig verschließen kann, dann können 12.000 statt bisher 8.000 Besucher in das Stadion 200 km nördlich des Polarkreises kommen. Sonne, Wärme, ein Fußballspiel im Stadion – ich habe es ein bisschen vermisst.

Gestern hatte es auch hier in der Stadt wie aus Eimern geschüttet, war kalt und windig. In Tromsø Nebel und Regen , meldete Willie, der Schotte. Die Leite Atmen auf und gehen raus, wenn es denn schön ist. Das Leben nehmen, wie es kommt und spontan genießen.

Statt ins Restaurant zu gehen, entschied ich mich für drei Gerichte an diesem Wagen: Fischsuppe, Fischburger und Pommes. Während ich auf einer Bank am Kai in der Abendsonne saß, überraschten mich Anne-Sophie und Roxane. Sie waren auf dem Weg in ein richtiges Restaurant Egon – auch gleich hier am Hafen.

Später kam ich zu ihnen dazu. Wir feierten ein bischen unsere Touren und hingen den Erlebnissen nach. Als sie sich zu ihrem Hotel aufmachten, suchte ich einen Irish Pub. Es gibt nur den Picadilly Pub. Immerhin. Der Inhaber Ruben ist Waliser und ermunterte mich, den Plan der Britischen Westküste auf jeden Fall nächstes Jahr umzusetzen. Vielleicht mache ich das. We will see.


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