Tolle Bilder zuhaben und immer zu betonen, wie schön die Landschaft, wie nett die Menschen in Norwegen sind, beschreibt es nicht wirklich.

Aber Norwegen zu beschreiben, nach etwas Abstand zu überlegen, wie mich das Land und die Radreise wirklich beeindruckt haben, ist etwas anderes. Ich bin seit 10 Tagen zuhause (und auch schon wieder fleißig zu Vorträgen unterwegs) und brauche noch einigen Abstand, um mir klar zu werden, was die Essenz aus all dem ist.

Norwegen hat mich landschaftlich mindestens so beeindruckt, wie Island und ist zugleich ganz anders. Ja, es gibt die Berge mit Schnee oben drauf, nein, es gibt keine Vulkane, ja, es gibt die Fjorde, nein es gibt keinen Geysir…

Ich glaube, ich war viel dichter an den Bergen dran, in tiefen Tälern, durch die sich als einzig gangbarer Weg der Fluß, die Eisenbahn und meine Straße schlängeln. Deshalb waren sie – inklusive Wasserfällen – sogar beeindruckender als in Island.

Aber Berge mit Wasserfällen gibt es auch in den Alpen. Die Kombination mit dem Wasser ist es. Denn die Flüsse fließen in einen Fjord und der ist ein Teil des Meeres. So werde ich wohl erstmals zwei Fotos auf dem Buchcover haben um die Vielfalt abzudecken. Eine Idee gibt es schon. Wie findet Ihr Sie?

Was auf jeden Fall bleibt sind Freunde, die ich unterwegs kennen gelernt habe. So nach und nach kommen sie alle am Nordkap an und es bleibt auch die Frage, warum ich nicht.

Ich hatte es ja erklärt: In Narvik hatte ich zu entscheiden, ob nach Norden (was eine extrem schlechte Wetterprognose und eine komplizierte Rückreise gewesen wäre) oder in einem schönen Bogen über Vesterålen und Lofoten nach Süden, zu meinem Zug in Bodø. Lofoten hätte ich sonst ausfallen lassen müssen.

Es war die richtige Entscheidung, auch wenn mir nun die Ankunft oben am Nordkap fehlt – das Foto – die Trophäe.

Aber ans Nordkap kann ich immer noch fahren! Warum nicht mit der Fähre nach Helsinki, dann an der EU-Aussengrenze entlang bis nach Norden. Das sind auch etwa 2500 km. Muß ja nicht gleich heute sein. Also was bleibt? Neue Ziele, neue Ideen!

Das Wetter ist ja im Moment zum im Keller verschwinden – Hitze!


Ich habe ein Land mehr auf meiner Europakarte, das ich ganz gut kennen lernen konnte. Vorurteile werden pulverisiert oder zu Wahrheiten, Vermitungen zu Gewißheit oder sie werden verworfen. Ich bin weiter in der Lage. Europa aus eigener Kraft zu erkunden. Das macht mich wirklich glücklich.

Die Zahl der Souveniere hält sich in Grenzen. Ich war ja auf der Suche nach einem verlorenen Nummernschild und habe tatsächlich eins gefunden – im Straßengraben. Das kommt zu denen aus Island und Schweden. Vorher fand ich dieses Magnetschild der Kreisstraßenmeisterei Nordland. Die Nordland-Schrift hat mich zum „Abenteuer“-Schriftzug auf dem Coverentwurf inspiriert.

Danke an Dowe Sportswear für die Beteiligung an den Klamotten, insbesondere der Wetterjacke. Ich meine das wirklich so: Die hat mich gerettet bei Wind, Regen und Kälte!

Und Danke an Jua Design für die Freizeithosen – die sind echt praktisch. Vielfalt, die man tragen kann!

Im Buch wird es ein Kapitel geben: „Was bleibt?“ Bis dahin wird mir bestimmt klar sein, das bleibt!
#guidolange #abenteuernorwegen #bikepacking #abenteuerreise #norway #nordland #nordkap #reisebuch #reiseblog #norwegenbuch #norwegentour #ampelpublishing #juadesign #dowesportswear
