Heute war das Wetter gnädig, obwohl es im letzten Drittel regnete. Den bisher schönsten Wasserfall gesehen.

Ich versuchte, früher wegzukommen. Aber von gestern mußte ich noch den deutschen und englischen Blog fertig feilen und ich genoß währenddessen die Ameisenhaufenstimmung in der Küche. Was die Leute alles morgens essen!

Ich hoffte auf Rückenwind aber erstmal mußte ich die 2,4 km gegen den Wind berghoch wieder auf die Ringstraße. Da biss die Maus keinen Faden ab!

Es war nur trübe draußen und das war mir sehr recht. Wo viele Wolken sind, ist nicht viel Wind.

Die Gegend war erstmal nicht so spektakulär. Hin und wieder sah man zwischen den Felsen den Myrdalsjökull scheinen. Gletscher sind ein Faszinisum. Ich ging schon wieder an, zu fotografieren. Dabei wollte ich eigentlich mehr durchziehen, solange der Wind günstig stand. Wenn ich früher ankomme, habe ich mehr Zeit für die Erholung. Und 130 km müssen erstmal gefahren werden.

Es kündigte sich der erste Wasserfall an: Skogafoss. Und was für einer!

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Man konnte bis ran fahren und als Radfahrer kommt man immer noch weiter, wenn Autos keine Chance mehr haben.

Ich bat Kay und Jane, mich zu fotografieren und bot das auch ihnen an. Die hatten mehrere Kameras und Handys um den Hals hängen. Das dauerte. Haben sie aber gut gemacht.

Hier im Westen Islands kommen Touristen zusammen – mit mir!

Es gab sogar ein Café. Wenn das so weitergeht, haben wir bald portugiesische Verhältnisse. Alle paar Kilometer 2 Galão, 2 Kuchen…

Ich ließ mir den ersten richtigen Kaffee seit 10 Tagen schmecken. Es kamen dann weitere Berge rechts von mir, denn links erstreckte sich das teils fruchtbare Schwemmland bis zum Meer. Ich sah sogar erstmals Kühe!

Solche Kunst sollten wir auch mal in unserem katholischen Neadasch machen. Es müssen ja keine Namen dran stehen.

Den durch den Vulkanausbruch 2010 berühmt gewordene Vulkan gleichen Namens liegt direkt darunter. Damals flog in halb Europa keiner mehr und die Sonneneinstrahlung wurde auch noch dezimiert – Klimaschutz! Hier ausnahmsweise der Wikipedia-Link dazu.

Das Paar ist seit drei Tagen unterwegs und ich werde sie bestimmt auf der Nordhälfte wieder treffen. Wir sprachen kurz über die vielen grünen Radwege, die Bürgermeisterin Anne Hidalgo durchgesetzt hat. Ich will mir das eines Tages ansehen und ausprobieren. Mit dem Tad durch Paris, und zwar nicht im Peleton der ’Tour de France’. Die beiden finden das gut, denn sie fahren auch im Alltag Rad.

Nein, es waren mehrere nebeneinander. Da muß ein großes Reservoir oben sein oder Eis vom Eyjafjallajökull taut ab.

Es ist witzig, wenn ich mich entschließe, die richtige Kamera rauszuholen, vielleicht sogar ein weiteres Objektiv. Ich denke ’beeil Dich, sonst hört er auf’. Aber das ist hier nicht der Schockeimer in der Sauna! So schnell versiegt der nicht. Ich kann mir das aber im Hochsommer vorstellen.

Eric überholte mich wieder. Das ist auch verrückt. Er war einer der Bewohner in unserer Kabine und fährt seit Monaten mit seinem Dacia Sandero durch Europa. Nun ist er für vier Wochen auf Island und hat sich einen Plan der Sehenswürdigkeiten gemacht. Weil ich drei Wochen brauche, er auf der Südroute wie ich fährt und das meiste erst im Norden kommt, passieren wir uns fast täglich. Ich kenne schon seine Hupe und winke, ohne mich umzudrehen. Anfangs hatten wir immer noch angehalten, aber das geht zu weit. Ich habe seine Nummer und wenn etwas passiert, rettet er mich! Ein toller Kerl aus dem Département ’Calvados’ in der Bretagne!
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Der andere Mitbewohner ist mit seinem BMW Gespann im Westen und Norden unterwegs. Denn könnte ich auch alarmieren.

Immer weiter weg rückt das Gebirge und der Wind bläst von hinten. Das ist gut, aber nun hat sich doch der Regen durchgesetzt. Kein Starkregen, aber die Straße hat Pfützen und die immer mehr werdenden Autofahrer zwingen mich an den Rand. Ich hatte schon von der abweichenden Haltung zu Radlern berichtet. Wenn man einmal schlenkert, wird gleich gehupt. Sie haben keine Geduld mit uns. Wir Touris nerven sie.

Ein paar an der Tankstelle in Hella traf ich noch ein Radlerpaar aus Ligurien. Die beide waren höchst unterschiedlich und super freundlich. Sie wollten alles über meine Ausrüstung wissen. Er hatte alles bei Decathlon gekauft und beklagte etwas das Gewicht der Taschen, des Rades aber nicht sein eigenes. Sie waren ein bischen neidisch, als ich direkt aus der Tanke heraus wieder aufdrehte und davon jagte. Ich hatte in Hvolsvöllur einen riesigen Berg Nudeln gegessen und der Sprit mußte verfahren werden!

Man weiß nicht was im Nebel steckt. Es könnte ein Fernsehturm von 1000 m Höhe sein oder nur ein dicker Pfannkuchen. Man weiß es nicht.

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Das war für dich lieber Guido sicherlich wieder eine schöne Etappe. Du fährst 130 Km , trotz allen Widrigkeiten und immer das Ziel in den Augen. Einfach nur toll. Bei mir sieht es leider so aus, dass meine Tour an der Adria wohl die letzte gewesen sein. Seit zwei Tagen habe ich enorme Schmerzen bekommen. Die rechte Hüfte ist im Eimer und soll erneuert werden. Wie das so plötzlich kam, obwohl wir nur am Strand oder auf der Terrasse Faulenzen kann ich nicht verstehen. Zum Glück ist mir das nicht auf meiner Tour passiert. So blicke ich auf die zurückliegenden neun Jahre, wo ich viele Länder in Europa durchfahren.
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude auf den nächsten Etappen.
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Lieber Gottfried, das ist echt nicht lustig, aber Du bist nicht der erste, der nach der OP wieder aufsteht und langsam wieder anfängt.
Ich wünsche Die erstmal alles Gute dafür, der Test findet sich!
Liebe Grüße suchen Giesela!
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