Heute war ich einfach nur happy. Kurze Etappe und schließen des Kreises, den ich vor 20 Tagen begonnen hatte.


Bei Frühstück sprach ich noch mit der Familie, die mich gestern nach meinen 154 km so nett begrüßt hatte: Mathias, Birgit und Susann aus der Lausitz. Sie machen eine dreiwöchige Rundtour und finden sich damit ab, nicht „alles schaffen zu können“. Ja, das ist auch besser so, denn auch sie haben Urlaub.

Ich beschäftigte mich nochmal mit dem Fluß Jökulsa. Es gibt mindestens drei davon, einer fließt tatsächlich nach Norden und bei Asbyrgi in den Axafjördur, ein zweiter – dieser hier – kommt weiter östlich auch aus dem Vatnajökull Gletscher und fließt an der Unterkunft vorbei in den Heradsflöi und einen Dritten noch weiter östlich. Stimmt also nicht ganz, was ich gestern schrieb, daß das alles ein und derselbe Fluß ist. Ich fuhr dort nochmal an die Brücke und machte reichlich Bilder – auch mit dem Weitwinkelobjektiv. Auf der Fähre übermorgen habe ich reichlich Zeit, auf mein zweites Handy zu exportieren und schon mal zu sichten, wie die Bilder geworden sind.

Apropos Bilder. John aus Utah, den ich bei Thingvellir traf und der spontan Bilder von mir machte, ist wieder zuhause und hat mir drei Aufnahmen gesendet. Ich hatte ihn damals im Beitrag erwähnt.
So ungefähr fühlte ich mich auch heute: nicht unbesiegbar aber stark genug für die Welt. Ich hatte nur noch 28 km um den Ring zu schließen. Denn heute kam ich nach Egilsstadir, wo ich vor 20 Tagen und 1800 km aufbrach.
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Kurz vor der Stadt traf ich Alessa aus Rendsburg. Die Abiturientin machte eine 8-Wochen Rundtour um Island und hatte heute ebenfalls ihre letzte richtige Etappe. Auch sie geht am Donnerstag auf die Fähre. Weil sie zum Schluß nochmal etwas besonderes suchte, fuhr sie schon am Vorabend los und machte 166 km am Stück, bis ich sie traf. Wow! Sie beginnt im August in Finnland eine zweijährige Berufsausbildung zum professionellen Outdoorguide. Das ist mal ein Traumberuf! Wir sehen uns, Alessa.

Ich war zu früh und mußte auf das Bett warten. Ich schrieb die Geschichte vom Vortag, das war gestern nicht mehr möglich. Alles wie vor zwanzig Tagen. Und dann ging ich in den kleinen Handarbeitsladen, in dem ich vor drei Wochen gesagt hatte, ich käme wieder, um einen Pullover zu kaufen. Der Moment war jetzt.

Die Stadt kenne ich schon, kaufte ein und telefonierte mit der Autovermietung am Flughafen. Ja, sie haben ein Auto für morgen. Dann werde ich noch den Myvatn (See und warmen Quellen zum Baden) und die Schlucht Studlagil besuchen. Die hatte ich von weitem gesehen, als ich mit dem Rad daran entlang fuhr. Von einem bestimmten Parkplatz aus sollen es nur 5 km Fußmarsch bis zum Grund der Schlucht sein. Ich hoffe, daß die meisten Touristen sich mit der Aussichtsplattform oberhalb begnügen.

Myvatn und Studlagil wurden mir schon sehr empfohlen, denn die meisten Besucher schaffen es aus Reykjavik nicht hierher in den Osten.

Ich bin glücklich und sonne mich in meinem bestandenen Abenteuer Island. Und morgen kommt der Bonustrack.


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Lieber Guido, meine Hochachtung und herzliche Glückwünsche zu dieser tollen Leistung sende ich dir nach Island. Ich habe täglich deine Reiseberichte gelesen, hat mir Freude bereitet. Geniesse noch die letzten Tage auf dueser wunderschönen Insel und komme gut heim. Und ich freue mich auf das nächste Buch, dass es hoffentlich geben wird. Liebe Grüsse Bärbel
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Hej, liebe Bärbel, toll daß Du hier mitliest. Island war noch besser, als ich es ohnehin schon erwartet habe, und bisher hatte ich auch viel Wetterglück. Es bleibt weiter spannend, denn morgen steht mit der kurzen Fahrt nach Seydisfjördur eine regelrechte Wand an, vor der ich mich fürchte. Heute erstmal Toiristenleben mit dem Leihauto.
Bleib froh, liebe Grüße, Guido
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Lieber Guido. Nun hast du dein Abenteuer Island hinter dir. Meine Hochachtung für diese enorme Leistung. Dein Autfit ,Pullover und Short, sieht stark aus. Ich wünsche dir einen guten Rückflug.
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Ich fahre ja mit der Fähre morgen . Vorher aber steht noch eine Prüfung an: einmal über den Berg mit über 600 Höhenmetern auf 2 km – die steilste Wand in Island. Und dann heißt es zwei Tage lang essen und aus dem Fenster schauen bis Dänemark.
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