Mein Abenteuer Island steckt noch frisch in mir drin. Ich bin zurück zuhause, zurück bei Familie und Freunden und zurück am Arbeitsplatz. Und ich voll mit Erinnerungen und Begegnungen, mit neuen Bekanntschaften, Freunden und Eindrücken von diesem Land in Nordatlantik.

3 Aspekte drängen sich nachhaltig auf: Die unglaubliche, einmalige Landschaft werde ich nie vergessen und in den drei Wochen hatte ich mich auch nicht an sie gewöhnt. Selbst, wenn es mal gegen den Wind über die Hochfläche ging und es nichts als Lava und Moos zu sehen gab, war das unwirklich und dann kam ja eine Schlucht, es kamen Berge, Gletscher, Schafe, Vögel, Lupinenfelder und die erwähnten 500 Moosarten.

Die besondere Lage und die Entstehungsgeschichte aus dem Erdinneren von Island, die in Form von Vulkanen, heißen Quellen und dem Geysir an die Oberfläche drängt, macht die Insel so besonders.

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Zum zweiten sind es die Menschen, die hier leben und sich, vor hunderten Jahren aus Norwegen eingewandert, hier eingerichtet haben. Sie flohen vor der Strafe des Königs und fällten die ersten Bäume, bauten sich ein Haus und heizten ein. Alles zivilisierte, was man heute sieht, stammt von ihnen und ihren Vorfahren.

Bevor der letzte Baum gefällt war, begannen sie, die Hitze aus der Erde für sich zu nutzen. Sie trotzen der Natur im harten Klima genug Nahrung für sich und die Haustiere ab. Schafe, Kühe und Pferde fressen Grünzeug. Sie schützen das mühsam aufgebaute und sprechen nicht dauernd darüber. Vieles bleibt in der Familie und wird nicht nach außen getragen. Das kann man gewiß akzeptieren.

Aber sie helfen den anderen, wenn es gefährlich wird, und das kommt öfter vor als bei uns. Das Wetter kann umschlagen, das Schicksal kann zuschlagen. Dann sind sie da, auch ohne große Worte!
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Zum dritten haben mich die anderen Radreisenden beeindruckt. Jede:r kommt mit einer Geschichte und einem Ziel hier an und alle kommen weiter. Manche genießen und haben Zeit, andere absolvieren beinahe eine Challenge. Ich bin irgendwo dazwischen. Die Freude ist groß, wenn man sich begegnet und man hilft sich auch, gibt Ratschläge und Erfahrungen weiter.

James aus North Carolina und ein paar andere traf ich sogar zweimal, denn sie fuhren entgegengesetzt statt im Uhrzeigersinn. Bob und Tom schenkten mir einen Adapter für die Luft an der Tankstelle, der kostete wenige Cent und war doch so wertvoll!

Alles auf der Fähre nachhause hatten ein zufriedenes Grinsen im Gesicht, auch Lucas und Mattia, die beiden Radler. Auch alle Motorradfahrer, Camper- und Autotouristen. Alle kamen von einer unvergleichlichen Reise und das sah man ihnen an.

Was bleibt nun wirklich von meinem Abenteuer Island? Ein Pullover aus Schafswolle, gewachsen, geschoren, gesponnen und gestrickt in Island. Ein bestickter Stoffbeutel als Werbegeschenk des Salthusmarkathurinn in Stödvarfjördur, ein Stück Lava aus dem Hveragerdi Park und ein Autokennzeichen – jawohl, ein Nummernschild!

Das Kennzeichen habe ich auf der Schotterstraße52 gefunden, auf der kilometerweit mein Rad geschoben hatte. Nach dem Platten bekam ich nicht genug Luft in den neuen Reifen (Pumpe nicht gut genug), und kein Isländer:in hielt an. Aber Zwei junge Menschen aus Genua räumten den gemieteten Kleinwagen aus, um den Kompressor auszuprobieren, dann kamen Autos und staubten alle Koffer ein und dann kam ein Wasserwagen (gegen den Staub auf der frisch hergerichteten Strecke) und spülte einmal über die verstaubten Koffer. Danke dafür! Sie machten sich aber offensichtlich nichts daraus, luden alles wieder ein und ich war happy. Das Nummernschild ist quasi der Tribut aller kollektiv Schuldigen an meinem Platten. Dabei war ich selbst schuld, denn ich hätte den maximalen Reifendruck bis 5 Bar ausreizen müssen, um keinen Durchschlag zu bekommen. Das Nummernschild steht nun auf meinem Bücheregal stellvertretend für die Strapazen meiner Radreise. Eine schöne Geschichte!

Wahrscheinlich hatte ich viel Glück, das man braucht, bei so einer Radreise. Das Wetter war nicht immer gut, aber gut genug. Es gab nicht immer etwas zu essen, aber ausreichend und bevor es wirklich brenzlig wurde, half ich mir selbst oder jemand anderes. Die Autos fuhren mich nicht über den Haufen (was durchaus möglich gewesen wäre) und wilde Tiere, die mich fressen könnten, gibt es in Island auch nicht. Die Vögel mochten mich nicht, die hatten keinen Grund dazu aber sie konnten mir auch nichts anhaben.

Wenn ich die Fotos sortiert habe, mache ich vielleicht ein Buch zum Abenteuer Island. Da hätte ich was für immer!
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Hallo Guido, lass das mit dem Stück Lava bloss nicht die Isländer hören.
Man darf wohl keine Steine ais Island mitnehmen (gilt ja in mehreren Ländern).
Gruss Stephan
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Ein wönziges Stöckchen, aber klar, wenn das jeder machen würde… (dieses Jahr kommen 2,5 Mio Touristen nach Island, jeder 10g wären 25 Tonnen Lava weniger, wenn ich mich nicht verrechnet habe). Wegen der Dysbalance ist nun auch der Vulkan ausgebrochen. Hm, schwierig.
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Hallo Guido,
ďeine Kommentare und Beiträge haben Spaß gemacht und du kannst zurecht stolz auf dich sein.
Das gesamte aufarbeiten macht sicherlich viel Spaß. Diese Eindrücke kannst du nie vergessen.
Es fällt jetzt bestimmt schwer, wieder zur Normalität zurück zu kehren. Diese Unruhe für das Abenteuer wirst du nie ablegen können! Was wird das nächste Ziel sein? Doch jetzt erstmal einen schönen Sommer.
Silvio
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Lieber Silvio, vielen Dank.
So ganz bin ich noch nicht fertig mit diesem Abenteuer Island, dafür war es zu überwältigend und zu eindrucksvoll.
Ich habe mich viel mehr als bei den anderen Abenteuern gefragt, ob und wie das klappen wird. Ich hatte auch viel Glück.
Nächstes Jahr wollte ich eigentlich mit einem Freund auf den Fuji, aber im Moment bin ich mehr angefixt von der Idee, von Kiel bis hinter Stockholm in den Norden Schwedens an der Ostseeküste entlang zu radeln und dann mit dem Nachtzug zurück. Da hätte ich echt List drauf und könnte sofort losfahren.
Schaun mer mal.
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