DK02 Rudkøbing- Maribo-Vordingborg-Faxe

Wenn alles gut ist, kann es eigentlich kein Abenteuer sein, oder? Vielleicht habe ich heute das Optimum erwischt zwischen Glück und Abenteuer. Ich hatte schlecht geschlafen in meiner kalten Hütte und dann im Schrank noch eine Decke gefunden. Gegen morgen wurde mir warm und ich schlief lange, war dann spät dran. Es gab aber kein Frühstück, das glich sich so wieder aus.

Fährhafen Spodsbjerg

Man braucht nur 11 km einmal quer über Langeland. Die Fähre sollte 30 Minuten abfahren, nachdem ich angekommen war. Ich hatte mich nicht um die Zeiten gekümmert, aber offenbar ein gutes Timing.

Alles grünt und blüht

Es war in der Sonne beinahe zu warm, aber sowie ein Windstoß kam, fühlte ich mich wieder genau richtig angezogen.

Fähre Langeland – Lolland

Wir landeten an und ich hatte Kaffee, Teilchen und eine Flasche Kakao vertilgt, genau wie gestern auf der Fähre nach Fynen. Gestärkt fuhr ich mit Valerie aus Antwerpen vom Schiff und folgte ihr blind. Denn sie hatte ein nagelneues eBike (Canyon – aus Koblenz!) und navigierte. Es ist ihre erste mehrtägige Tour von Flensburg bis Kopenhagen, die sie in 5-6 Tagen schaffen will. Wir plauderten und es fuhr sich angenehm. dann kam eine Schotterstraße und ich checkte auf meiner Offlinekarte erstmal, wo wir inzwischen waren – ganz schön weit ab von meinem Plan. Die Route war landschaftlich viel reizvoller als meine entlang der Landstraßen, aber der Weg wurde immer schmaler und war nur noch ein Sommerweg und dann ein leicht matschiger Waldweg. Das war der Preis für unsere Bekanntschaft und den anregenden Austausch. Sie konnte sich das auch leisten und hatte mehr Zeit und das richtige Rad dafür.

Natur pur

Bei nächster Gelegenheit bog ich ab, in Richtung meiner Straße – allzeit gute Fahrt, liebe Valerie! Meine Uhr hatte ich auch nicht richtig gestartet, nachdem ich sie auf dem Schiff nachgeladen hatte und so muß ich in Gedanken 20 km und eine Stunde hinzu rechnen. So sieht man die Umweg entlang des Wassers nicht auf der Karte unten, sondern nur einen Strich bis Nakskov. Ich war wieder auf meiner Spur und machte einen Stop in Maribo.

Marktplatz im verschlafenen Maribo in der Mitte von Lolland

Andere mögen bei diesem Namen an Haribo denken, ich dachte an Maribor, der zweitgrößten Stadt Sloweniens, wo in der Nähe in Ptuij 2005 die Europäische Jonglierconvention war. Wir hatten es gestern schon davon.

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In der Touristinfo bekam ich natürlich keinen Aufkleber, nicht mal einen Dänemark-Aufkleber hatten sie, waren aber sehr nett. Ich solle mir ein Stück Kuchen und Kaffee bei den Nachbarn holen und könnte noch etwas in der gemütlichen Sitzecke verweilen.

Hafen und Brücke von Guldborg

Dann mußte ich weiter, denn bis Faxe war noch einiges zu fahren.

Alte Brücke Vordingborg

Bei Vordingborg gibt es eine Autobahnbrücke- für mich tabu, eine alte verrostete, auf die man nur auf Umwegen drauf kommt – ich hatte meine Mühe, Senn es gibt eine ganz neue, die wird gerade gebaut. Ein riesiges Ding. Aber die Dänen können sowas, müssen sie auch bei dem vielen Wasser, das sie umgibt.

Neue Brücke Vordingborg- ich denke, da kommt in die Mitte ein großer Pylon für den spannenden Teil, wo die Schiffe durchfahren werden.

Die alte Brücke zog sich bestimmt 3 km und ächzte, klapperte und rumpelte, wenn Autos oder gar Züge kamen. Ich denke, bei uns hätten sie die schon längst gesperrt. Ein Abenteuer für sich.

Noch ein Kaffee in Vordingborg

Ich brauchte eigentlich was richtiges zu essen, aber es bot sich nichts an. So ließ ich mich nochmals in einem Kaffee nieder und genoß auch den weichen Stuhl. Ich werde mich heute Abend mal eincremen müssen, um das Gesäß nicht komplett durchzuscheuern (kein schöner Gedanke).

Direkt am Wasser: Ferienwohnung bei Tappernøje unweit von Faxe

Gut, daß ich gestern 20 km mehr gefahren und heute schon 10 km früher abgestiegen bin. So waren es „nur“ 120 km.

Korrigiert auf 122 km (Gut zu sehen die Inseön Langeland, Lolland, Falster).

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