Ein sonniger, windiger und froher Mittsommertag 19 im Abenteuer Skandinavien, in dem ich mich an Finnland gewöhne.

Ich bin schon gestern dazu übergegangen, Cafe Latte aus dem Kühlregal fürs Frühstück zu kaufen, weil es keinen Kaffee in der Nähe gibt. Heute gab es dazu einen Kuchen, den ich mit dem kombinierten Backofen im Hostel schön warm machte. Also Frühstück warm – Kaffee kalt.

Ich drehte noch eine Runde im Zwntrum von Vaasa, aber es fand sich nichts, woran man hängen geblieben wäre.

2010 war ich in Finnland, von der Fähre Helsinki direkt über Lahti und Mikkeli nach Joensuu zur Europäischen Jonglierconvention. Nach einer Woche weiter bis Rovaniemi am Polarkreis zu einem Kunden und dann über Oulu und Vaasa zurück zur Fähre in Helsinki. Von damals blieb mir dieses Schiff in Erinnerung – und ja, es ist noch da.

Die Freiheit, die Frische, der neue Tag, die Natur ringsum, es gibt tausend Gründe, heute an Mittsommer froh zu sein. Der Wind war scharf von rechts, im Schatten war es kühl aber in der Sonne schön warm. Heute war ich früh dran, denn Finnland liegt eine Stunde vor Mitteleuropa und der Schwung der frühen Stunde trug seinen Teil zu guten Laune bei.

Nun geht es los nach Süden, möglichst auf Nebenstraßen. Unvorbereitet rauschte ich in ein Schotterfeld. Offenbar hatten sie hier gearbeitet aber sind zum asphaltieren irgendwie nicht gekommen.

Nach der vierten Schotterpassage stellte ich mich auf mehr ein. Immer fahren, bremsen absteigen. Na, es gibt schlimmeres. An der letzten Stelle hatten sie auch keinen Schotter mehr, das war schwieriger.

Es ging vorwärts und nach den ersten 30 Kilometern konnte ich schon feststellen: Die Straßen sind schlechter als in Schweden, aber die Beschriftung für Radfahrende besser!

Ich fuhr genau nach meinem Plan – mal wieder – und war aber trotzdem nicht davor gefeit, unausweichlich auf eine Schotterstraße zu kommen.

In Pörtom gab es bei km 50 eine Tankstelle, die Kaffee und etwas zu essen hatte. Am Stammtisch saßen Männer und diskutierten müde vor sich hin. Es wäre fast einfacher gewesen, sie hätten heute mit ihren rauen Händen etwas schaffen zu können, als hier zu sitzen und Bier zu trinken. Ansicht rauskam, stand da ein unendlich langes Ford Cabrio aus dem Amerika der 60er Jahre.

Was für ein geiles Gerät. Ralph hat noch einen Oldsmobile, einen Chevy und noch zwei weitere. Wir unterhielten uns ein bisschen, denn ich wunderte mich schon in Schweden, warum da so viele derartige Karren herum fahren. Jörgen in Långvind sagte, die Versicherung dafür sei besonders günstig, sie zahlten auch keine Steuern und bräuchten keinen TÜV. Das erklärt auch, warum ich manch völlig verrottete Ding habe fahren sehen. Ich konnte diese Autos aber nie fotografieren, sie waren dann eben wieder weg. Andree, den ich in Ullånger getroffen hatte, will mir ein paar Bilder schicken, er hat sie machen können.

20 km vor Kristinestad holte ich Geret aus Friesland ein. Er hatte seinen Camper auf dem Platz, wo ich meine Hütte hatte. Wir fuhren zusammen und er zeigte mir den Weg. in jungen Jahren hat er in Kalmar Schiffbau studiert und kennt sich in Skndinavien gut aus. Am Abend vertieften wir unser Gespräch noch weiter und waren zufrieden soweit.

Ich kaufte wieder Nudeln, Kuchen und kalte Café Latte für morgen früh. Dabei fiel mir auf, wie schön das Städtchen ist.

Der Besitzer erzählte, daß die Vorteile für diese Autos nicht so gravierend wie in Schweden sind, aber man muß z.B. nur alle vier Jahre zum TÜV.

Der. Campingplatz liegt schön am Wasser und ich hatte für 40€ die Hütte „Mökki 6“ gebucht. So sah sie auch aus, aber für mich ideal.

Mein Hüttennachbar hatte frische Birkenzweige aus dem Wald geholt und sie zu einem Strauß gebunden. Das macht man so an Mittsommer. Damit schlugen sie sich später in der Sauna gegenseitig. Das soll ganz toll sein! Für den Winter füllt er übrigens Teebeutel mit frischen Birkenblättern und friert sie ein für die Sauna.


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Hello, it’s amazing to follow you on your trip in Skandinavia. Hopefully everything goes super well for you. And maybe the wind travels slower than here in Iceland. Have a save trip:) Jóhanna Iceland
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Oh, thank you very much, dear Johanna.
Ist could’nt be netter, I will say. This bike travel is still impressive. Have a good time, in your house at the end of the world!
Guido
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