N01 Kristiansand – Lindesnes

So ein Aufbruch erfordert doch immer auch Mut. Ich hatte das stets abgestritten, aber diesmal ist der Respekt vor der Tour so groß, daß ich noch Ausweichhandlungen vornahm:

Vor der Domkirka in Kristiansand

Dazu zählte, mich von einem Paar aus Sacramento/ California vor dem Dom knipsen zu lassen. Sie hinterließen 200 Bilder auf meinem Handy, aber auf keinem war der Ausschnitt besser und ich löschte erstmal 199.

Am Fähranleger, aber keine Fähre in der Nähe
König Olaf hatte ich neulich noch im Fernsehen gesehen, oder war das ein anderer?

Dann ging es raus aus der Stadt auf der Straße 456 mehr oder weniger immer am Wasser entlang.

Mein erster, ein Minifjord

Nach nur 5 km sah ich meinen ersten norwegischen Fjord, nach 6 km mußte ich das erste Mal ganz runterschalten. Die Höhenmeter fühlen sich mit Gepäck doch dramatischer an. Sie sind einer der Gründe für meinen Respekt.

Das Wetter war kein Grund, das gibt es nicht noch besser.

Bis Mandal folgte ich weiteren kleinen Straßen ohne nennenswerten Verkehr, um dann aber doch auf den Highway 39 einzubiegen bis Vigeland. Der ist eng, mit vielen kleinen und großen Autos und ohne Randstreifen. Aber fast alle bewegten sich gut und ich tat das Meinige, um Überholungen zu ermöglichen. Denn: Du bist nie allein auf dieser Welt, solltest es jedenfalls nicht sein.

Dabei mußte ich an zwei Menschen denken, an Ralf und an Leon.
Auch die Bäckerfrauen sprachen mich auf das tolle Wetter an und daß es nicht so bliebe. Ja, ich weiß.
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Auf der engen Passage der E39 bewährte sich wieder mein Konzept des Bikepacking: Keine dicken Taschen, ich bin das Breiteste auf dem Rad (und ich bin nicht so breit). Ansonsten kann ich diesen Abschnitt nicht empfehlen.

Dann wieder fast einsame Straßen am Wasser mit viel Auf und Ab.
Die Blumen zum Nationalfeiertag sind herunter gesetzt (war am Samstag 17. Juni).

In Spangereid gab es die letzte Möglichkeit, einzukaufen vor meinem Campingplatz in Lindesnes. Ich dachte, hier wäre der schon, aber es ging dann noch 8 km mit dem nervigen Einkaufsbeutel auf dem Rücken (ein Werbegeschenk von Lotto Rheinland-Pfalz), so gelb wie meine Klamotten.

Diese 8km hatten es in sich und ich guckte zweimal, ob die vielen Steigungen wirklich nötig seien.

Immerhin gab es so zum Schluß nochmal einen fantastischen Ausblick auf den Fjord aus 72 Metern Höhe.

Die kleine Hütte ist kein Vergleich zum Nobelhotel „Clarion Ernst“ von gestern, kostet aber genau so viel.

Gut, daß sie die Satelliten Schüssel frisch montiert haben, da konnte ich meine gewaschene Radhose prima trocknen lassen.

Eine tolle erste Tour heute, aber obwohl das anscheinend nur 400 Höhenmeter waren, fühlten sie sich an, wie 1000. (viele kleine Nadeln).

Links zur Route von Komoot und Strava

https://www.komoot.de/tour/2255941867?ref=itd

https://maps.suunto.com/move/langeguido/682b3e386005ac691ee94015

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2 Gedanken zu “N01 Kristiansand – Lindesnes

  1. Hallo Guido

    Ich wünsche dir auf deiner diesjährigen Tour viel Erfolg. Auf das du deine Ziele schaffst. Gruß vom ehemaligen Einradhockey Kollegen Ralf

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