N20 Tømmerneset – Narvik

Ich in abgekommen hier oben im Norden und kann es kaum glauben. Narvik ist das Ziel, was ich auf jeden Fall erreichen wollte und nun bin ich sogar 4 Tage früher hier!

Erstmal Frühstück in der Sonne, wie gestern auch schon.

Weil ich so spät eintraf – 21:00 – und dann erstmal meine Routine machen will – Geräte laden, Klamotten waschen und zum Trocknen aufhängen, Gepäck auseinander nehmen und trocknen, soweit möglich, selbst duschen und essen, blieb keine Zeit für den Blog.

Ich war einfach zu fertig und so komme ich heute natürlich später weg, nachdem die Bilder ausgesucht und die Geschichte geschrieben und verbreitet ist. Ich freue mich so, daß Ihr diesem Blog lest und eine Reise verfolgt. Es wird auch jeden Tag noch spannender, mit dramatisch schöner Landschaft und kleinen Kapriolen. Danke an alle, die mir hier folgen.

Und dann ging sie wieder los, die wilde Fahrr

Erstmal wollte ich zur Fähre bis Kjopsvik. Dazu mußte ich die Route 6 verlassen und auf die kleinere E827 ausweichen. Ich wußte nicht, wie vorteilhaft das war, denn die Umfahrung gestern hatte viel Kraft gekostet.

Auf der Fähre bei km 23 nach Kjopsvik. Die Landschaft vom Wasser aus.
Bei Felsen, die so ins Meer stürzen, fragt man sich, wie da eine Straße gebaut werden soll – gar nicht.

Ich hatte knapp zwei Stunden auf die Fähre warten müssen – immerhin in einem Nagelneuen Warteraum und automatischen Türen – Firlefanz. Im Ticker las ich, daß Norwegen gegen die Fußball Männer aus Italien 3:0 gewonnen hat. So haben sie Chancen, mal wieder bei einer WM dabei zu sein. Ich würde mich freuen! Ein Paar aus der Pfalz war er mit dem Auto, sie mit dem Motorrad zum Nordkap unterwegs. So erzählten wir uns eins über den FCK.

Dann durch die Fjorde mit insgesamt 7 Tunneln heute von teilweise erheblicher Länge!
Der längste erlaubte Tunnel mit 3,5 km

Ich fuhr fast allein die 35 km bis zur Einfädelung wieder auf die E6. Es regnete immer stärker, aber ich bin es ja gewohnt und hatte keine Probleme damit. Auch die Kälte machte mir erstmal wenig aus. Wenn nur alle zwei Stunden eine Fähre fährt, können hier nicht viele Autos kommen. Ich würde die Route in jedem Fall der E6 vorziehen, auch mit dem Auto. Es folgte eine epische Reihe von Fjorden und Felsen. Mir scheint die Kombination aus Bergen, Wald und Wasser extrem attraktiv.

Das Wetter besserte sich nur marginal

Die Berge wurden immer höher und mal wieder dachte ich, daß sie erst so richtig gut wirken, wenn die Wolken sich daran festhalten.

Louis Trenker läßt grüßen!

Es zog sich ganz schön, und ich hatte mir das auch so vorgestellt, als ich erst 12 Ihr vom Hof gerollt war und dann noch an der Fähre wartete. Der Hunger kommt, ob man fährt oder nicht und es war klar, daß es mehr oder weniger bis Narvik keinen Supermarkt gibt.

Wunderbare Bucht mit verletzlicher Natur

40 km vor Narvik kehrte ich in Ballangen bei einer Shelltankshelle mit Schnellrestaurant ein. fastfood – schrecklich – das Gegenteil von dem was ich sonst esse, wie zum Beispiel selbst gezogenen Salat. Ull sagt, die Kolrabi sind jetzt auch schon soweit. Zwiebeln wahrscheinlich auch, Erdbeeren schon fast durch, Erbsen in zwei Wochen, Kartoffeln in vier Wochen. Einer der ersten Gänge bei meiner Rückkehr ist in den Garten, um zu sehen, wie sich alles entwickelt hat.

Mein Gemüsegarten aus Sicht der Nachbarn (letztes Jahr Ende Juli)

Nun ging es mehr oder weniger am Fjord entlang und es hieß, durchziehen ohne zu schnell komplett leerzulaufen. Ich kann das einschätzen und schaffte tatsächlich 21 Uhr.

Mein Hostel ist die Seemannskirche Sjømanskirka in Narvik. Mehrheitlich junge Leute aus allen möglichen Ländern machen hier Station. Ich sprach beim späten Essen (Brot mit Käse) noch lange mit Jéromine, die mit einem Freund von Grenoble in den französischen Alpen in 31 Großetappen bis ans Nordkap gefahren war. Jeden Tag 150 bis über 200 km, das ist echter Sport! Sie hat auch leichtes Gepäck, auch wie ich mit Zelt. Und sie hat es auch teilweise benutzt.

Anders als an den beiden letzten Abenden kam die Sonne nicht mehr raus, sondern es regnete und für morgen ist durchgehend Regen und maximal 9 ° angezeigt. Da werde ich einen Pausentag machen, denn ich bin nun vier Tage vor meiner Planung. Nach Norden werde ich nicht weiter vorstoßen, lieber ein paar langsamere Tage über die Lofoten, vielleicht 6 statt 5 Tourtage. Da soll es ja so schön sein. Das wird bestimmt gut!

Noch 8 km bis Narvik

https://www.komoot.de/tour/2305256986?ref=itd

https://strava.app.link/IwXIlP1Y1Tb

https://maps.suunto.com/move/langeguido/6844b80bf9f989489dea38c5

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2 Gedanken zu “N20 Tømmerneset – Narvik

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