Heute wollte ich meine Route konzentriert und kraftvoll angehen, denn die vielen langen Tage hintereinander haben zwar einiges an Körnern gekostet. Aber ich scheine dabei auch etwas trainiert zu werden und bin voll drin in meinem Abenteuer Island.


Es gab bei der gestrigen Route auf den letzten 90 km keinen Supermarkt und keine Tankstelle. Deshalb war ich auf das Gästehaus angewiesen und nahm das Frühstück gern an. Schon am Abend habe ich mir noch eine Margerita warm machen lassen. Ein paar restliche Speisen wollte ich mir aufheben, falls es heute auch nichts gab. Immerhin, 16 km vor dem Ziel eine Tankstelle mit kleinen Lebensmittelsortiment.

Ich machte mich leicht verspätet auf den Weg, immerhin hatte ich heute nicht noch eine Hauptstadt zu besichtigen. Erstmal 5 km Schotterstraße (!), dann in Windrichtung 15 km, dann spitze Kurve und 18 km gegen den Wind nach Westen und dann endlich auf der Ringstraße wieder nach Osten. Ich fuhr praktisch 32 km um 3,5 km Luftlinie voran zu kommen. Aber das ging nun. Mal nicht anders.

Mal abgesehen von den relativ weit entfernten Bergketten gab es nicht viel zu sehen. Ich fuhr flußaufwärts an der Hvita entlang, aber nimmt Rückenwind, das war nicht schlecht.
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Es war zunächst sehr grün, teils sogar mit kleinem Baumbestand, aber später mit der Höhe wurde es immer karger.

Die Tankstellen haben hier generell keine Überdachung, ich nehme an, daß die normalen Dächer die Schneelast gar nicht tragen könnten. Und wenn es hier waagerecht pfeift, nützt das Dach nichts und wird irgendwann einfach fortgerissen.

Im Gästehaus hatte ich all meine stinkenden Sportsachen unter der Dusche gewaschen, denn länger konnte ich den Geruch und diese kauf trocknenden und mit Schweiß und Salz getränkten Klamotten nicht mehr anziehen. Alles klebte und stank. Nun heute wollte ich probieren, ohne Jacke zu fahren, dann wird der Schweiß besser vom Wind abtransportiert. Man durfte nur nicht anhalten, dann wurde es kalt!

Ich werde noch manchen Umweg über die Fjorde fahren aber ist schon schön, wenn man das bedeutende Zwischenziel Akureyri und auch den Zielort Egilsstadir schon sieht. Heute ist Halbheit yeah! 10 von 20 Touren sind geschafft! Knapp 1000 km in 10 Tagen. Das Wetter war gnädig und ich möchte gern wissen, was ich tun muss, damit das so bleibt.

Die Landschaft war weiter spektakulär und an den Kuppen teilweise im Nebel verhüllt.

Ein anderer Fluß begleitete mich jetzt und ging in meine Richtung. Ich hab mir Mühe, seine Schlucht zu fotografieren, aber irgendwie kriegte ich sie nicht eingefangen. Es war mit einem Zaun abgesperrt.



Die Abfahrt war ungewöhnlich steil und ich ließ rollen. Das Rad vibrierte nicht und lief extrem gutmütig trotz Gepäck. So kam ich auf über 80 km/h. Die Straße war trocken, ging gerade aus, es war kein Verkehr, also warum nicht?

An der Tanke kaufte ich noch Frühstück und aß etwas. Dabei verabschiedete sich meine Uhr in den Akkuleerstand ohne Ankündigung. So mußte ich das letzte Teilstück separat aufzeichnen.


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Hallo lieber Guido,
unsere Glückwünsche zum Bergfest und auch bestimmt mit einem stillen „leider“
in den Gedanken. Tolle Leistung! Wunderschöne und krasse Bilder. Deine Berichte erwarten wir schon jeden Tag mit Spannung und disskutieren natürlich in Bezug auf eigene Aktivitäten und Ziele darüber.
Jedenfalls wünschen wir dir weiterhin gutes Wetter und viel Glück für Technik und
Strassenbelag. Genieß es einfach. Zu dieser Leistung kannst du dir jeden Tag
gratulieren und abends auf die Schulter klopfen.
Viel Spass und bleib gesund!
Silke und Silvio
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Vielen Dank, Ihr beiden! Toll, daß Ihr mitlest. Die besten Bilder sind ja (hoffentlich) in der Kamera, für den Blog nur Schnappschüsse mit dem Handy. Alles andere wäre zu kompliziert. Wenn es das Buch „Abenteuer Island“ geben sollte, dann kommen die besten 200 Bilder da hinein.
Das Land ist traumhaft und ich kann Euch eine Reise mit Fähre und Leihwagen nur empfehlen!
Visit Iceland!
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Hallo lieber Guido. Auch von mir Glückwunsch zum Bergfest. Deine 10. Etappe ist hinter dir und damit 1000 anstrengende Km auch. Mal bergauf, dann scharfer Gegenwind oder nicht endenwollender Schotterweg waren deine Gegner, die du mit mit deinem zielorientiert em Willen bewältigt hast.
Alles Gute, beste Gesundheit und weiterhin viel Freude.
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Vielen Dank, lieber Gottfried. Ich mache weiter, umdrehen wär ja jetzt auch blöd!
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Bergfest!
Glückwunsch. 💪🏻 Stabil bleiben!
St.
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