IS16 Husavik nach Skjalftavatn

Wenig Kilometer, wenig Höhenmeter, schönes Wetter, Rückenwind. Das konnte heute nur eine Genießertour werden. Wurde es auch mit ein paar Hindernissen.

Kurz vor Husavik

Ich hatte ja 17 km vor Husavik eine Unterkunft im Hostel. Sehr einfach wie eine kleine Jugendherberge in der Provinz mit wenig Personal und überschaubarer Gästezahl. Solche hatte ich schon mehrfach und die war dann auch günstig.

In ganz Island Schlechtwetter außer bei mir.

Es war total warm, so zog ich meine Jacke aus und hielt schon nach 17 km in Husavik. Der Ort ist bekannt für seine Wal-Touren. Ich halte davon nichts. Aber Jacob aus Erfurt (vom Hostel in Akureyri) arbeitet auch als Wahlbeobachter, äh walewatcher hier irgendwo in Husavik.

Schaut Euch auch meine Bücher auf amazon an: https://www.amazon.de/Guido-Lange/https://www.amazon.de/Guido-Lange/e/B088RHNM2Y
Schon dekadent: Eis und Kaffee bei 20° bei km 17

Am Hafen war geschäftiges Treiben. Eines der Schiffe lief gerade ein und die Menschen gingen offenbar schwer beeindruckt von Bord.

Ich machte Fotos und dann weiter

Es ging oft auf und ab, aber zunächst 30 km mit warmem Rückenwind.

Hier meine Unterkunft – nee, Scherz

Die gesamte Strecke am Fjord entlang gab es gegenüber die schneebedeckten Berge und auf unserer Seite viele kleinere Schluchten und auch vulkanartige Krater. Das waren aber wohl Ausbrüche von aufgeheiztem Wasserdampf, Wie mir Stephan schon auf der Fähre erzählte.

Alles strömt zum Meer. Das in der Mitte ist kein Wal ohne Flunke, sondern eine Insel.

Die Vögel nervten wieder und schrieen mich an. Ich ließ es über mich ergehen.

Die Vögel beschweren sich bei mir

Ich sah immer wieder raus auf das Wasser, vielleicht würde ich ja einen Wal entdecken. Aber nein, so einfach ist es nicht. Jacob und seine Kollegen fahren da nicht weit raus, damit ich hier mal eben vom Ufer aus ein Bild von einem Wal machen kann.

Mal wieder ein Lands End

Ab der Spitze drehte ich nach rechts, klar, und dann kam erstmal 10 km Seitenwind, warmer Seitenwind. Das ging schon ganz anders in die Beine.

Schaut Euch mein „Abenteuer Atlantik“ an. In jeder Buchhandlung oder auf ampelpublishing.de
Das Museum des Adalgeir Egilsson

Ich könnte wieder einen Kaffee vertragen und versuchte den Museumstrick, der mir gestern in Ystafell gelungen war.

Man konnte eine Speisekammer besichtigen, es gab aber nichts zu essen und kein Kaffee

Soweit ging dann die Genießertour doch nicht, Adalgeir hatte keinen Kaffee.

Witzig: Ein isländischer Weihnachtsbaum

Er hat sein ganzes Leben hier gesammelt, sagte er und da kam einiges zusammen. Schon das Haus selbst wurde von Husavik mit einem Tieflader in einem Stück hier her transportiert. Das ist wohl so gebaut, wie die Häuser in Amerika. Da geht das auch. Der Weihnachtsbaum war früher mangels Bäumen ein Holzständer, an dem der Schmuck hing. Man lernt allerlei über das karge Leben früher. Er selbst war Farmer und hat einen einhüllenden und festen aber warmen Händedruck (Stichwort Schaufel).

Auch interessant: Bei den Handschuhen der Fischer und Farmer scheuerteals erstes der Daumen durch. Dann krempelte man den kaputten Daumen nach innen und krempelte den anderen raus und drehte den Handschuh. Der Rest war ja meist gut!

Ich probierte es wegen des Kaffees noch weiter hinten auf einem Campingplatz. Nichts zu machen. Also aß ich ein paar von meinen Datteln und trank Wasser.

Adalgeir winkt zum Abschied

Die Straße bog nun weiter um die Spitze und der Wind blies mich öfter mal an die Mittellinie. Es war schwierig geworden, Kurs zu halten. Erst seit 2004 gibt es die Straße überhaupt, im Museum gibt es ein Foto von der Eröffnung und die Schere, mit der das Band damals feierlich durchtrennt wurde. Sie mußten an vielen Stellen den Felsen wegsprengen und andere Abschnitte damit verfüllen. Nun kann ich hier lang fahren, wenn auch mit Hindernissen.

Meine Hütte für 150€

Mein Ziel lag in einer Einöde mitten in einem Spülgebiet von vielen Flüssen, die alle irgendwie zum Meer müssen. Mehrere kleine Seen mit schwarzem Strand sah ich von der Straße aus. Meine preiswerte Unterkunft erklärt sich daraus, daß es hier nichts anderes gibt. Ein Hotel in der Nähe hatte damals freie Zimmer, aber eben nicht an diesem Freitag. Es ist die teuerste Herberge meiner Reise und hatte nicht mal einen Wasserkocher. Ich konnte dann noch mit der Nachbarhütte tauschen, die eine kleine Küche hat und dann war alles bestens. Die Lebensmittel hatte ich aufreiben Rad von Husavik herbei geschafft, auch morgen muß ich genau schauen, wo die einzige Einkaufsmöglichkeit liegt.

Langsame Fahrt – Genießertour ohne Kaffee und mit Gegenwind
1500 km bis Tag 16

Abonniere meine Videos zum Abenteuer Island und like sie, wenn sie Dir gefallen. Hier geht’s zum neuesten Video:

Meine besten Videos in einem guten Film – so sehe ich Island!

———————————————————————————————-

#guidolange #abenteuerisland #icelandadventure #biketour #road85 #route85 #nordaustur #husavik #visiticeland #radreise #radtourisland #radabenteuer #poisonbikes #bikepacker #bikepacking #ampelpublishing

2 Gedanken zu “IS16 Husavik nach Skjalftavatn

  1. Hallo lieber Guido. Das waren mal wieder ganz tolle Landschaftsbilder. Nun sind es nur noch 4 Etappen und danach hast du Island umrundet. Dann fehlt mir sicherlich etwas. Dein täglicher Etappenbericht.
    150 € für eine Übernachtung ist wirklich ein Schnäppchen. Wird dir der Bungalow dafür nach Hause geschickt ? Davon gehe ich mal aus. Bis Morgen.

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse eine Antwort zu langeguido Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..