DK3 Esbjerg-Husum (Aarlau Schleuse)

Bauer Himmel und eine kleine Fahrt entlang des Hafengeländes in Esbjerg kurz nach 8 ist unser Start. Wir hatten gehofft, in Verlängerung der Fußgängerzone auf den Yachthafen zu treffen, aber es sind nur ein paar Container und Hilfsschiffe für Offshore Windparks zu sehen.

Interessant, wenn auch nicht heimelig

Wir ächzen kurz, als wir auf die Räder steigen, aber dann rollen wir. So ist es immer, wenn man einen strapaziösen Vortag hatte, danach ist kalter Westwind ohne Regen kein Problem.

Dann sind wir plötzlich auf der Schnellstraße und uns keiner Schuld bewusst. Aber es ist Karsamstag und kaum etwas los. Es gibt keinen Randstreifen, ein Truck hupt, weil er auf die Überholspur muss. Dann kommt die Abfahrt Ribe und wir sind wieder in der erlaubten Spur.

Tausende Möwen, ein paar Enten und Schwäne bilden die weithin hörbare Kolonie

Nach dem Hafen trennt uns vom Meer nur ein Deich. Von oben kann man schön fotografieren

Schafe lassen sich durch uns kaum aus der Ruhe bringen

So eine Küstenatmosphäre hatten wir noch nicht, es riecht nach Fisch und Watt und die Schafe blöken, als sie den Weg freigeben.

Reparatur in toller Landschaft!

Platten Nummer 4/5 ist ein Doppelplatten, wir hatten den Schlauch bei der Montage beschädigt. Blöd, aber blöder wäre es gestern gewesen. 5 km später habe auch ich meinen Platten, Nummer 6 also. Ich laufe mit meinen Radschuhen, von denen sich langsam die Sohle löst, noch paar hundert Meter, um aus dem kalten Wind rauszukommen. An einer von der Morgensonne gewärmten Scheunenwand können wir in Ruhe flicken.

Hygge Wochenendhäuschen

So ist unser erster Gang in Ribe in ein Fahrradhaus, um Schäuche und Flickzeug nachzukaufen. Vielleicht haben sie noch neue Radschuhe, aber Fehlanzeige.

Dann endlich Frühstück 11:30 im „Pompej“ in Ribe. Ein toller Bäcker. Rund um uns Touristen, die auch zu Ostern nach Dänemark gefahren sind.

die Cocio – beste Schokomilch – kenne ich aus Norwegen

Wir nehmen Tonder ins Visier – 54 km weiter, die letzte Stadt für uns in Dänemark.

Bauernhof kurz vor Tonder

Wir sind unschlüssig, vielleicht noch bis Niebüll in Deutschland weiter zu fahren, aber das Klostercafé zieht uns hinein.

Klostercafé in Tonder

Der Wind kommt stramm von Westen, also von rechts, aber ist nicht so unangenehm wie gestern direkt von vorn. Irgendwie findet sich kein geeigneter Ort für einen Café stop und so ziehen wir durch mit kurzen Trinkpausen.

Weitere 54 km durch die holsteinische Marschlandschaft mit Gräben und Bächen fahren wir im Zickzack, um zu unserem Nordseehotel Aarlau Schleuse zu kommen.

Auf dem letzten Kilometer

Es ist Ebbe, als wir 1&:20 mal kurz über den Deich kommen und dann sind wir da. 137 km reichen völlig aus, um sich auszutoben, stellen wir fest. Nordfriesland ist gut dafür!

DK3 Esbjerg – Husum

491 km in 3 Tagen

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