Sehnsucht

Am Anfang steht die Sehnsucht, oder besser – ein Traum. Und der Traum macht dann die Sehnsucht. Ich träumte an einem der wenigen Tage, an denen man nicht viel zu tun hat – „zwischen den Jahren“ wie die Zeit nach Weihnachten und vor Silvester so treffend genannt wird. Ich träumte also von einem langen Lauf. Nicht von einem Rundkurs, wie ich ihn oft zuhause laufe, durch die hügelige Landschaft des Hunsrück. Nein, es war ein Lauf von A nach B. Eigentlich nur von A. Denn es gab kein Ziel. Es war einfach nur wunderschön, los zu laufen. Open end. Und da, glaube ich, regte sich schon schon Sehnsucht. Open end, eine völlig neue, wenn auch denkbar einfache Idee!

Open end is schwierig in dieser Welt voller Limits, mit Regeln, dem Korsett des Alltags. Aber ein großer, ein sehr großer Halbkreis, das ist praktisch für einen Normalo wie mich schon so etwas ähnliches. Einfach los zulaufen, würde auch heißen, ohne dauernd auf eine Karte, einen Kompass oder Navigationsgerät zu schauen. Lieber laufen an etwas entlang. Entlang der Küste. Den Wind im Rücken – der aus Westen kommt, der Sonne entgegen, die im Osten aufgeht. Dann wachte ich auf und fertig war die Sehnsucht!

 

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4 Gedanken zu “Sehnsucht

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