105 Helsinki am Sonntag

Tag 1 nach dem Marathon, die Läufer wissen, was das heißt: Sehr gut überlegen, welche Treppe man hochgeht, denn weil man die wieder runter muß, wirds schwierig. Alles heute etwas langsamer mit immer noch dem tollen Gefühl, es gut geschafft zu haben. Ich mache nach dem Frühstück eine ausgiebige Presse- ähh Internetschau und schreibe meinen Blogpost. Darüber wird es so spät, daß ich auch noch meine letzten Lebensmittel verkoche. Die Zutaten werden knapp, aber es schmeckt doch gut: Kartoffeln mit Blumenkohl, beides roh angebraten in einer Teglonofanne ohne Fett – Butter ist auch alle.IMG_20170813_164807_edit

In der Stadt bin ich zunächst ziellos, es regnet und ich steige in die Tram 4 nach Kirurgen, ist eine Klinik mitten in der Stadt – mal wieder auf einem stattlichen Hügel und so komme ich per Bahn auch nochmal am Designbezirk vorbei.

Mein Video läßt sich nicht hochladen, muß ich später machen.

An der Johanniskirche steige ich aus, Sie läßt sich schlecht fotografieren, weil drum herum soviel Böume stehen. Das habe ich auf meiner Reise ganz oft erlebt – das Fotomotiv störende Bäume.IMG_20170809_153535

Ich gehe über den Klinik-Hügel, denn auf der anderen Seite müßte ich in das Hafenbecken der Innenstadt sehen können, wo die Kreuzfahrtschiffe ankommen.

Richtig, und auch die orthodoxe Kirche sieht man von hier – steht auf einem Hügel, genau wie der Dom. Na, ob ich das alles noch schaffe. Spazierengehen soll ja helfen für die Oberschenkel, da ist reichlich Laktat drin.

Auf dem Weg runter in die Stadt komme ich an der Deutschen Kirche vorbei, die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, Gottesdienst war heute um 11.

Mit jedem Schritt wird es einfacher und ich kann meinen Spaziergang richtig genießen. Es kommt auch nicht nochmal ein weiterer Schauer, ich habe nämlich keine Jacke mit, das wär jetzt blöd. Sonst müßte ich mich wieder in eine Tram oder Bus flüchten. Ich fahre im Urlaub auch gerne mal so rum. IMG_20170810_162011

Die orthodoxe Kirche ist ein wuchtiger Backsteinbau mit den typischen vergoldeten Zwiebeln oben drauf  auf einem Felsen. Da muß ich hoch – ächtz- geht aber.

Auch von hier hat man – aus der Gegenlichtperspektive – den erhabenen Dom im Blick, auf seinem ganz eigenen Hügel natürlich. IMG_20170813_202507

So langsam komme ich mit dem Stadtplan im Kopf zurecht und kann mich – eben ohne Plan – orientieren. Der Dom wirkt von außen unglaublich erhaben und groß.

Von innen ist er schlicht, einfach und gar nicht groß wirkend. Ich lese dann, daß 1.300 Leute reinpassen, die in dem zentral auf die Mitte zulaufenden Gestühl sitzen (würden). Ein großer Turm mit runder Kuppel in der Mitte und vier kleinere drum herum. Preußische Architekten haben sich das schon 1845 ausgedacht, es hat dann aber doch sehr lange gedauert, bis er fertig war. Hier werden auch jeweils die erste und letzte Parlamentssitzung des Jahres und verschiedene andere Ereignisse abgehalten, die einen angemessenen Rahmen benötigen.

Mit der Tram 9 fahre ich in Richtung Kallio – trinke ein Bier in einer völlig abgerockten, man kann sagen versifften Kneipe und dann weiter bis Pasila, dort mit der Schnellbahn zum Flughafen raus.

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3 Gedanken zu “105 Helsinki am Sonntag

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