Probelauf – Benpacker ist da!

Am Wochenende war es soweit – der Wagen kam! Auf den Benpacker (Ziehwagen, Wandersulky, Hikingtrailer) hatte ich mich seit dem Frühjahr eingeschossen. Bei Robert Wimmer konnte ich ihn zwei Tage ausprobieren, bei Ben Größle hab ich ihn bestellt und war dafür extra in den Schwarzwald gefahren. Nun also mein eigener!
Ich bin natürlich am Samstag direkt damit losgelaufen und hab damit die Wochenendeinkäufe inkl. Getränke erledigt. Inklusive Umwegen wurden es 22 km, der Rückweg mit immerhin 30 kg Nutzlast. Solche Distanz ist mein Tagesminimum bei meinem Lauf entlang der Ostsee.
Mein Eindruck: Das ziehen ist überhaupt kein Problem, auch mit Last nicht. Das hatte ich zwar vorher schon mit Roberts Wagen probiert, aber es ist doch beeindruckend, wie leicht der Wagen läuft. Bergan spürt man das Gewicht deutlich, bergab schiebt der Wagen auch kräftig, aber dafür habe ich ja die Bremsen. Mit den knickbaren Griffen an den Zugstangen, in die auch die Bremsseile eingehängt sind, kann ich sogar eine Art angezogene Handbremse einstellen, die Bremsen also etwas schleifen lassen.So richtig unbeschwert ist man nur in der Ebene. Gut, daß es an der Ostsee nicht so hohe Berge gibt!
Schwieriger war schon das pendeln / schlingen oder aufschaukeln des Wagens bei hohem Gewicht: Ich habe die Einkäufe dreimal umgepackt – die schweren Sachen von hinten nach vorne, von vorn in die Mitte, von oben nach unten. Es ist eigentlich logisch, der Schwerpunkt muß so dicht wie möglich an der Achse liegen. Hätte ich meinen Studienabschluß als Diplomingenieur ernst genommen, wäre mir das auch so eingefallen. Die Länge der Zugstangen habe ich von kurz bis lang stückweise variiert, bis (Achtung Regelungstechniker) die Eigenfrequenz des Wagens weit genug von der Lauffrequenz oder deren Vielfachen weg ist, sodaß die Anregung nur gering ist. Na? Wie war ich jetzt. Ich habe ja mein Studium nie gebraucht, aber ein bißchen weiß ich davon noch!
Jetzt steht das gute Stück mit seinen 22km Laufleistung in der Mitte des Wohnzimmers und ich muß dauernd da drauf gucken. Da drin wird für 4 Monate mein Leben verstaut sein – in einem 110-Liter-Sack von Ortlieb.
Am kommenden Wochenende mache ich einen weiteren Probelauf mit Ausrüstung und Übernachtung.

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