012 Kolobrzeg – Ustronie Morskie – Gaski

Der Weg war natürlich vom Leuchtturm in Kolberg her erstmal super. Gutes glattes Pflaster, sehr viele Radfahrer (manche konnten gar nicht richtig Rad fahren und schlingerten auf einem fünf Meter breiten Rad- und Fußweg mit ach und krach an mir vorbei). Dann die vielen Kleinkinder mit dem Laufrad die teils von den Müttern hektisch wegen mir auf die andere Seite gezerrt, teilweise ihrem Trudeln ins Verderben einfach überlassen wurden. Ja, auch hier ist Friedrichshain. Dazu der Klassiker: zwei bis drei Frauen schlendern so unkoordiniert und so ungünstig über Rad+ Fußweg, daß man nicht vorbei kommt, wobei sie fürchterlich erschrecken, wenn man es demütig versucht. Und dann die Elektro- und Pedelc-Fahrer (für die paar Kilometer Strandstraße natürlich übertrieben), gut daß heute nicht schon ein sonniger Samstag war.

Der gute Weg geht bis fast nach Ustronie Morskie. Kurz bevor er endete traf ich noch eine tolle Radfahrerin (wir hatten uns gegenseitig überholt, weil sie mal stehen blieb und ich auch Gehpausen machte) aus München. Man sieht ihr ihre weit über 70 Jahre nicht an! Wir unterhielten uns bald eine halbe Stunde in der Sonne, nachdem sie die Auskunft „Helsinki“ so nicht stehen lassen konnte. Sie hat zwar auch neuerdings ein Pedelc zuhause, aber nicht wegen ein paar Kilometern. Sie will ein großes Stück Ostseeradweg ab Flensburg damit machen. Meine Hochachtung und meine besten Wünsche dafür! Sie erinnert mich an meine Mutter, die heute Geburtstag hat.

Der Weg zog sich dann und wurde nach einer Plattenstraße (Militärgelände wurde umgangen) immer schlechter: Wurzeln, Sand, Matsch und irgendwann die staubige Schotterstraße von Gaski.

Dieses Gaski hat fast keine richtigen Häuser, nur an die 2000 Ferienhäuschen, die immer im ganzen Dutzend auftreten und im Winter sicher zu kalt und im Sommer zu heiß sind.

Und es gibt wieder einen Leuchtturm, den ich dann natürlich bestieg. Die Leuchttürme von Westpommern sind auf einer Übersichtstafel aufgelistet. Da sieht man auch schön den Abstand untereinander, heute 22km Luftlinie, morgen definitiv kein Leuchtturm – zu weit.

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Mit dem Zimmer hab ich es heute gut gemacht. Bin gleich mit der Tür ins Haus gefallen und habe gesagt „Helsinek – Finlandia“. Die Tochter oder Enkelin hat alles auf gebrochen englisch abgestimmt, und dann war das schnell gritzt. Ich hab sogar WLAN.

http://www.wloczega.ta.pl/

Hier gibt es den ganzen Tag was zu essen, auch Frühstück. Ein Lichtblick. Eines der wenigen festen Häuser hier.

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