Nun ist es so weit. Das Abenteuer ISLAND beginnt, undzwar zum zweiten Mal! Diesmal wird es eine Trekkingtour über mehr als zwei Wochen autark auf Hornstrandir. Diese Halbinsel ist der nordwestliche Zipfel von Island.

Liegt Island – je nach Standort des Betrachters – schon weit ab vom Schuss, liegt Hornstrandir am weitesten abseits von Island, nämlich ganz oben im Nordwesten der Westfjorde.

Ist mein Konzept, Europas Ecken zu erkunden auf meine eigene Weise, kommt es hier zur Blüte. Denn noch weiter nordwestlicher geht es nicht.

Ich werde knapp unterhalb des Polarkreises jetzt, Ende des Winters Anfang Juni, mit meinem Freund Jaap in völliger Abgeschiedenheit eine in Europa einmalige Wildnis bewandern: 6 Milliinen Vögel brüten dort, Zentausende Polarfüchse, die hier unter strengem Schutz stehen kommen oder kamen gerade auf die Welt, nicht zu vergessen die 500 Moossorten und seltene Gräser und Stauden. Wir werden auf Klippen sehen, die zig Meter über dem Meer aufragen, den Drangajökull Gletscher teils umrunden, viele Flüsse durchqueren, um auf einem der erlaubten Plätze zu campieren.

Es kommen auch mehr Menschen dorthin, aber eigentlich erst ab Mitte Juni. Dann sind es geführte Gruppen mit Fotografen, Vogelkundlern und Naturbeobachterinnen und auch Tagesausflügler von Isafjördur. Bestimmt sind es im Laufe der Saison wenige Hundert. Aber die werden wir kaum antreffen. Wir wollen außen herum. So etwas macht kaum einer.

Nun also geht es los, wenn wir mit dem Auto von Jaap bis zum Flugplatz Gjörgur in die Strandir- Region fahren und von dort zu Fuß wandern mit allem, was man zu zweit für gut zwei Wochen braucht.
Das Wetter ist eigentlich immer ungemütlich , auch Sturm, Regen und Schnee können dabei sein. Aber anders läßt sich Hornstrandir nicht erkunden. Es geht nur so und wir wollen das.

Ob der Plan gelingt, ob wir heil und frohen Mutes pünktlich zurück sind, werden wir sehen.
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Zumindest ist unser Flieger, wenn auch verspätet, heil geblieben, statt vorn einfach wegzuknicken, wie die Boeing gestern am Flughafen Frankfurt. Gefahren lauern überall und etwas Glück gehört dazu. Drückt uns die Daumen, wir können es gebrauchen.
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