IS15 Wandern im Umland von Reykjavik

Am Sonntag wird weder Hausarbeit noch Gartenarbeit gemacht, sagt Jaap, wir wandern lieber direkt von seiner Haustür in Kopavogur los.

Die Lupinen blühen jetzt in voller Pracht

Das Wetter ist toll, Sonne mit wenig Wind – etwas unheimlich, aber in Reykjavik noch eher einzuordnen als in den Westfjorden.

Naturschutzgebiet mit eRoller- ich hasse die Dinger

Die Leute müssen feststellen, daß man in der Natur nicht so gut rollern kann und lassen das Ding dann fallen. Eine moderne Belastung für die Umwelt. Das meiste sind Schotterwege, manche speziell zum Joggen oder Radfahren oder mit dem Pferd. Das ist natürlich übertrieben. Ballungsraum eben.

Für Läufer:innen

Wir drehen eine schöne große Runde, trinken zwischendurch Wasser und essen Nüsse und Rosinen, wie bis vor drei Tagen. Es ist das Heimatrevier von Jaap.Bis auf eine kleine Runde für jedermann ist selbst hier, in der dicht besiedeltsten Ecke Islands das nichts los.

Fridland – Naturschutzgebiet

Wir passieren die ältesten Waldstücke der Gegend, angepflanzt 1958 bis 60. Die Bäume sind inzwischen über 12 Meter hoch. Dafür brauchen sie bei uns gerade mal 25 Jahre.

Wald in Island – 65 Jahre alt

Große Teile Islands waren vor der Landnahme durch die Vikinger bewaldet. Bis 1960 schrumpfte der Waldbestand auf etwa 1%. Inzwischen sind sie mit viel (teils vergeblicher) Arbeit bei über 2%. Wald läßt sich am ehesten neben Wald pflanzen und so kann man hoffen, daß es immer schneller vorangeht mit der Wiederbewaldung. Oben im Norden geht das nicht, das Klima ist zu rau.

Wir genießen unseren Ausflug ohne Gepäck und können es nur langsam glauben, was für eine tolle Tour wir da gemacht haben.

Zurück zuhause wird gekocht und gegessen – Luxus.

Die Sonne versteckt sich hinter dem Hochhaus der Islandsbank
Link zur Tour auf Komoot: https://www.komoot.de/tour/3055263274?ref=itd

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