Laufen in 2019 – und was ist eigentlich mit dem Baltikum-Buch?

Das Jahr 2019 ist für mich sehr ungewöhnlich: Es erforderte Geduld, brauchte viele Abenteuer und war abwechslungsreich, mit viel Freizeit und mit vielen Laufkilometern. Im Schnitt gut 10 km pro Tag, also jeden zweiten Tag ein Lauf mit insgesamt über 3650 km (erst recht, wenn ich bis Silvester weiter denke).

 

Inzwischen habe ich auch ein Rennrad und kann meinen Tagesradius enorm erweitern.

Mein Abenteuer 15. April bis 9. Juni in Russland, Aserbaidschan, Georgien, Ukraine, Österreich und Deutschland wurde anders als geplant und deshalb heißt es ja auch Abenteuer. Ich wollte mit dem Zug über Moskau und Rostow nach Baku fahren und dann laufen vom Kaspischen Meer zum Schwarzen Meer in Georgien. Mit Fähre und Nachtzug zurück nachhause. Aber das hat sich betreffs des Laufens in der Steppe als für mich nicht durchführbar erwiesen. Ich würde mehrfach von hungrigen wilden Hundemeuten bedroht und aus dem Abenteuer wurde Harakiri. Also lief ich zwar in den Städten, in denen ich eigentlich die Pausentage machen wollte auf meiner Route, reiste aber mit Zug, Taxi Bus und Fähre bis nach Wien und lief dann größtenteils von dort nachhause. In Österreich begegnete ich Rosie Swale Pope, sie ist laufend unterwegs von London nach Kathmandu – mein Gott, was bin ich ein Weichei gegen sie! So kamen in den 8 Wochen über 900 km und jede Menge Erlebnisse und Eindrücke zusammen. Dafür habe ich einen extra Blog gemacht: https://transkaukasien.com

Ansonsten lief ich wie immer meistenteils durch den heimischen Wald und überall, wo ich war. Auch zwei Marathons waren dabei: Köln und Florenz. In der Toskana am 24. November lief ich eine neue persönliche Bestzeit, die ich nicht für möglich gehalten hätte: Unter 3:15h !

Es war einfach alles optimal. Jedenfalls beinahe. Irritiert war ich nur kurz vor dem Ziel: Meine Suunto Laufuhr zeigte große Teile des Rennens ca 100-200 m vor der Kilometermarke an. Das ist von der Genauigkeit her zufriedenstellend. Nach dem Kilometer 41 aber kam dann das Ziel gefühlt zu früh, auch meine Mitläufer hatten diesen Eindruck. Gefühlt fehlten mir vielleicht 200- 300m und auch die Sunnto zeigte im Ziel 41,95m an – ich schob das dann zunächst auf die Euphorie beim Zieleinlauf und die engen Straßen in der Innenstadt, die das GPS ungenau machen. Ich forschte in den Folgetagen intensiv nach der Ursache aber nichts zu machen. Jetzt, Wochen später finde ich auf meinem Startnummernprofil den roten Hinweis: „Shorter race“, das ist mehr als ärgerlich, keine korrekte Zeit zu haben! Es sind also irgendwas zwischen 3:16 und 3:17.

Und was macht das Buch zum Abenteuer Baltikum?

Nach einer Schreibpause in der warmen Jahreszeit habe ich nichts geschrieben und es nun weiter geführt und der Text ist fertig. Nun kommen Korrektorat, Bilder, Satz und Druck. Vielleicht schaffe ich es, damit zu Mittsommer zu erscheinen – dann, wenn es im Baltikum am schönsten ist.

Erst einmal allen noch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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