Frühjahrsfitness – Frankfurter Halbmarathon

„Mit der Geschwindigkeit hab ich’s vielleicht nicht mehr so“, könnte man meinen. Immerhin bin ich vor 4 Wochen meinen ersten Ultra gerannt. Aber das stimmt wohl nicht. Denn meine Zeit mit knapp über 1:35 war die drittschnellste auf dieser Distanz überhaupt.

Weil ich jetzt in der neuen Altersgruppe M55 bin, hab ich es dort leichter: Platz 12 von 218 in dieser Gruppe. Das hat mich dann doch überrascht. Wahrscheinlich merke ich jetzt die vielen Kilometer, die ich dieses Jahr schon hab.

Dabei waren die Vorzeichen gar nicht so gut. Wir kamen zu dritt mit dem Auto und wollten eigentlich früh los. Das wurde nichts weil einer von uns dreien seinen Wecker nicht gehört hatte. Im letzten Jahr wurde sogar der Start um ausnahmsweise 10 min verschoben,,weil draußen auf der Autobahn noch eine lange Schlange stand, die auf den Parkplatz wollte. Wir haben’s dann doch noch gut geschafft – ohne den sonst üblichen Leerlauf.

Start und Ziel sind das Eintrachtstadion – Frankfurter Waldstadion oder auch Commerzbank Arena genannt. Die Eintracht fuhr nach Dortmund und so hatten wir Platz. Der Lauf ist perfekt organisiert vom Spiridon Laufverein. Das Wetter war warm und feucht, für meinen Geschmack zu warm – denn bis kurz vorher war es ja noch bitterkalt. Der Umschwung hat vielleicht dazu geführt, daß sich viele durch aufkeimende Frühlingsgefühle zu einem schnellen Antritt verleiten ließen. Ich startete zwar relativ weit vorn, ließ es aber gemütlich angehen (gefühlt gemütlich, denn Rennen ist Rennen und gemütlich ist nicht möglich).

Ich hatte mir -Achtung Werbung – nur ein ärmelloses thoni mara Sommershirt angezogen und die bewährten NRG2 Tights dazu. Die Klamotten sind einfach super, die hab ich seit meinem Abenteuer Baltikum. Die anderen waren teils mit einer Wetterjacke ausgestattet, lange Hosen und Mütze – ich komme um wenn ich daran nur denke!

Es macht hier immer viel Spaß, weil es zunächst ganz leicht bergab zum Main geht. Die Spitze bei diesem Rennen ist sehr breit, Frankfurt halt. Da ist auch langsam noch schnell. Weil kaum Publikum an der Strecke durch die Bürostadt steht, gucke ich nach innen und versuche, nicht zu überpacen.

Unten am Main blickt man auf die Skyline gegenüber und es sind auch Zuschauer dort. Unter einer Brücke ein geiler Sound aus einem Ghettoblaster, Rap mit Bass oder so. Da sind 8-9 km absolviert und es wird langsam ernst. Der Fitograf läßt mich aus, weil ich meine Startnummer an der Seite hängen hab. Damit kann ich gut leben. 10 km bei glatt 45 Minuten. Das ist nicht zu schnell.

Erstmal geht’s über Straßenbahngleise in Sachsenhausen Süd. Und dann bei km 14-15 die kleine Steigung wieder hoch. Bei den ersten Rennen hier machte mir die sehr zu schaffen, heute aber – alles super. Allerdings fange ich jetzt an zu überholen. Nicht gleich ganze Gruppen aber einer nach dem anderen blickt sich um, ich laufe sanft vorbei und bleibe bei meinem Tempo. Später sehe ich, daß ich extrem gleichmäßig unterwegs war. Das ist gut.

Als ich dann das Stadion sehe, denke ich: Paß auf, das ist noch weit, es sieht aus wie 400m, aber es sind 3000m. Denn wir laufen 1 3/4 Runden drum rum. Das zermürbt viele, die das nicht kennen. Und so pflücke ich mir noch immer weitere Läufer vor mir in der Schlange. Dann geht’s rein durch einen Tunnel ins Stadion – ich habe keine Power für einen Schlußspurt – alles richtig gemacht.

Die Zeitanzeige erfreut mich sehr, denn ich hätte durchaus wieder mit den üblichen 1:37 gerechnet, Ein paar Leute jubeln auf den Rängen und es ist ein schöner Zieleinlauf, ich kann das heute genießen.

Frankfurt am ersten Sonntag im März, das ist seit 4 Jahren ein fester Termin – die Standortbestimmung, der Fitnesstest. Denn immerhin ist Ende April der Hamburg Marathon dran. Dafür zu trainieren, wär jetzt eh zu spät. Mit dieser Zeit hier kann ich beruhigt sein.

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