Koblenz statt New York

Das Laufen in diesem, zu großen Teilen goldenen Oktober ist einfach grandios.

Wege durch den Wald im vorderen Hunsrück – mein Revier

Normalerweise ginge spätestens heute die Tapering-Phase vor dem New York Marathon am 7. November los: Kürzere Strecken, seltener laufen, gut essen, viel schlafen, Sauna, Massagen, die Klamotten schon mal auf dem Haufen legen und sich auch sonst mental drauf einstellen, auf den wohl bekanntesten Marathon der Welt!

Regeneration in der Sauna vor allem an kalten Tagen
Aufnahme aus 2018 (San Francisco)

Aber dann habe auch ich Anfang der Woche begriffen, was schon seit dem 15.10. fest stand: „Die vom Büro des Präsidenten verhängte Einreisesperre für Menschen aus dem Schengen-Raum (presidental travel ban) wird am 8.11. aufgehoben. Ja super! Ein Tag nach dem Rennen, von dem auch Chinesen, Brasilianer, Inder – also praktisch die halbe Laufwelt ausgeschlossen ist. Irgendwie hab ich das nach einer Woche immer noch nicht ganz verdaut.

Inzwischen habe ich auch eine kleinlaute eMail von den NYRR – New York Road Runners bekommen: Leider leider sei deshalb eine Teilnahme nicht möglich und ich könne aber meinen Aufschub beantragen für den 6.11.2022. Man merkte an den knappen Formulierungen, daß denen das auch gewaltig stinkt. Über 20% der Starter:innen und viele Zuschauer kommen sonst aus dem Ausland. Ich nehme an, daß das auch für Tourismuswirtschaft der Stadt ein riesiger weiterer Umsatzausfall wird, bestimmt 100 Mio $.

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Nun also habe ich mich optimal geschützt mit einer dritten Impfung (mit 2x Astra hätte ich auch nicht einreisen dürfen), habe ich das Hotel zu stornieren, den Flug zu canceln und die vielen eMails und confirmation documents aus New York in den Papierkorb zu verschieben.

Jetzt also Koblenz statt New York. Dabei brauche ich also keine Rücksicht zu nehmen auf einen anstehenden Marathon, kann ganz normal weiter laufen, wenn ich nicht gerade zu Holzarbeiten in den Wald oder zum Spiel ins Stadion muß.

Dabei hatte ich mich nach dem relativ warmen Spätsommer in Koblenz mit entsprechend kurzen und langsamen Läufen doch noch in Form gebracht.

Ein langer Lauf mit über 500 Höhenmetern fordert mich ordentlich

Ich laufe ja dann immer mit Abstand von je drei Wochen vor dem Rennen drei Läufe über 30km.

Dieser Lauf ging gut, hat mich richtig geflügelt

NY sollte mein letzter Marathon Wettkampf sein, aber nun habe ich den erst in einem Jahr und sollte mir überlegen, was ich denn dieses Jahr statt dessen mache. Vielleicht nochmal einen Marathon daheim wie letztes Jahr an 4. Dezember. Der hatte es auch in sich – hier in den heimischen Wäldern mit knapp 900 Höhenmetern in etwas mehr als 4 Stunden.

Laufen in der Stadt oder im vorderen Hunsrück + Radtour

So trabe ich weiter und schaffe vielleicht auch mein Ziel: 3250 km = 2021 Meilen in 2021. und die 27500 km in 11 Jahren , dann hätte ich einen Schnitt von 2.500 Laufkilometer pro Jahr. Man sieht: So ganz egal sind mir die Zahlen noch nicht. Dabei will ich, wie praktisch jeder in meinem Umfeld, weniger auf die Uhr und auf Tabellen gucken und einfach nur genießen.

Laufen rechts des Rheins: E‘stein, Lahnstein und weiter.

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