Meine Abenteuer auf der Frankfurter Buchmesse

Noch ganz geflashed vom Probedruck des Abenteuer Atlantik bei F-Druck in Koblenz mache ich mich auf den Weg nach Frankfurt.

Einzelstück – es folgen letzte Korrekturen
Nächsten Sonntag selbe Stelle – Marathon Start

Seit September bin ich Mitglied im Verband der Selfpublisher und so kommt mein Buch auf einen Stand bei der Frankfurter Buchmesse 2022.

Abenteuer Transkaukasien fällt kaum auf

Und weil ein Verband nur funktioniert, wenn alle etwas mithelfen, habe ich mich gleich für einen Standdienst eingetragen 11-13 Uhr.

Halle 3.0 Stand C160

Die meisten Bücher sind Fantasy, Romane und Krimis. Mein Reisebuch ist da ein Exot. Passend dazu ist der Andrang auf die vielen tollen Bücher eher von einer jungen, hungrigen Leserschaft geprägt, die ihre Autor:innen aus Insta, YouTube und anderen Kanälen kennen. Viele wollen direkt ein Buch kaufen und werden an den FaKriRo-Stand schräg gegenüber verwiesen.

Dort komme ich auch vorbei und will mich bei der Chefin Mary Cronos erkundigen, welche Chance ich habe, in Ihrem Sortiment zu landen. Leider gar keine. Sie ist gelernte Coverdesignerin und mit meinen Buchtiteln schon auf den ersten Blick unzufrieden. Des deprimiert mich etwas, aber natürlich nicht lange.

Ein Reporter lichtete mich zufällig ab (Foto Th.Gottschalk)

Ja, gestalterisch läßt sich an meinen Büchern noch viel verbessern. Da ist die Buchbranche sehr hart und der Wettbewerb wird nicht geringer. Ich hoffe aber darauf, daß meine Leser:innen in Outdoorjacken das Wesentliche, das Gute sehen und trotzdem sehr viel Freude mit meinen Büchern haben.

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ACHTUNG: Nur kurz Werbung für mein Buch: Wer sich und seinen Lauf- und Reise- oder Abenteuerfreunden etwas gutes tun will, holt sich hier das Buch, eBook oder Audiobuch ‚Abenteuer Baltikum‘ – auch auf englisch erhältlich ‚Baltic Adventure‘ http://ampelpublishing.de

Abenteuer Baltikum direkt im eigenen Webshop – Buch eBook Hörbuch dt/engl.

Dieser kritische Blick lohnt sich, wenn man verstehen will, warum nicht jede Buchhandlung meine Werke sofort aufnimmt.

Auch in der Gemeinschaftsausstellung für kleine und Selbstverlage LIVRO bin ich mit einem Buch vertreten (99€) plus einer Listung in einem dazugehörigen Katalog. Aber dort oben im hinteren Teil der Halle 3.1. ist leider nicht sonderlich viel Betrieb.

Links die kleine Reiseecke der LIVRO-Ausstellung

Zum ersten Mal bin ich nicht als Fachbesucher hier (79€ Eintritt wären zuviel für mich), sondern an einem der Publikumstage als normaler Besucher (25€). Entsprechend voll ist es an vielen Stellen und darüber freue ich mich sehr. So renne ich zwar den ganzen Tag mit einer Maske herum, was die wenigsten tun. Aber das ist ein kleines Übel.

Draußen braucht man keine Maske

Die Stimmung ist gut und auch draußen ist eine Veränderung des Publikums zu spüren: Viel mehr Cosplayer als den letzten Jahren tummeln sich in der Mittagssonne auf der Plaza. Es sind möglichst realistisch gestaltete Figuren aus Comics, Manga, Video, Film und Fantasy.

Diese Computerspielfiguren gibt es wirklich!
X tausendfach werden sie in den sozialen Medien geteilt
Helden aus Büchern und Spielen – perfekt verkleidet

Zeit für eine Erbsensuppe und kurze Pause in meinem sehr einfachen Hotel „Adler“ in der Niddastrasse im Bahnhofsviertel.

Auf dem Weg zur abendlichen Preisverleihung des Selpublisherpreises im memox Space in den Taunusanlagen sehe ich unglaublich viele arme, von der Sucht zerfressene Menschen, die sich ihre Dosis Metadon von einer öffentlichen Ausgabestelle abholen. Die Szenerie erinnert mich an Tenderloin in San Francisco. Ich las irgendwo, daß sich die Drogenszene in Frankfurt erheblich ausgeweitet hat.

Die Stimmung bei der Preisverleihung ist prächtig und ein kurzer Moment, sich nach der vielen Schreib- und Verlagsarbeit am jeweils eigenen Buch mal kurz gemeinschaftlich und fröhlich auf die Schultern zu klopfen.

Preisträger:innen und Verbandsführung

Es haben sich alle, die gewonnen haben oder auf der Long/Shortlist waren, wirklich verdient. In vier Kategorien wurde verliehen: Belletristik, Sachbuch, Kinderbuch und Sonderkategorie Kurzprosa. Im nächsten Jahr werde ich mein „Abenteuer Atlantik“ einreichen, um ein qualifiziertes Urteil zu bekommen. Denn so kann ich mich verbessern.

Ich bin nicht entsetzt, der Fotograf kam nur immer dichter heran (Foto Th.Gottschalk)

Wir Plaudern nach der Preisverleihung noch lange und tauschen uns untereinander aus, essen Häppchen und trinken Limonade. Die Selfpublisher sind eine tolle Comuunity. Wer selbst schreibt oder damit beginnen will, ist hier genau richtig: Zum Verband

Auf dem Rückweg hole ich mir in einem Kiosk ein Bayerisch Hell und bin sehr zufrieden.

Bahnhofsviertel bei Nacht

Die Tristesse im Bahnhofsviertel wird nun überdeckt durch die bunt beleuchteten „Eros-Center“, in denen ganz sicher auch viel Elend beisammen ist. Anders als vor ein paar Jahren, als ich mein Auto in einer Parkgarage in der Moselstraße eingeschlossen fand und mir spontan ein Hotel suchen mußte, gibt es heute keine Schießerei oder offen sichtbare Gewalt. Gute Nacht, Frankfurt.

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