4 X 15k in 2 Tagen – Laufen mit Gewicht – zur Arbeit

Soviel zum Thema Taperingphase vor dem Frankfurt Marathon: lieber wollte ich morgens zur Arbeit laufen und abends zurück, statt mich in den Autostau zu stellen. AmWochenende  war klar: bis Mittwoch bleibts mindestens schön. Und so beschloß ich, mal wieder den strapaziösen aber schönen Arbeitsweg zu nehmen, gleich zwei Tage hintereinander:

5:10 aufstehen, 5:50 Abfahrt zum Bahnhof, 6:20 Abfahrt des Zuges, 7:20 Ankunft Rüsselsheim, dann 14.5 km Lauf nach Mörfelden – Walldorf. Wenn man s erstmal ins Bad geschafft hat, dann geht das auch!

Der Zug ist pünktlich.

Ein herrlicher Anblick: Autos stauen sich, ich passiere die Autobahnbrücke bei Rüsselsheim.

Die Wege abseits der Straße sind im Herbst besonders schön. 

Ich laufe durchs Mönchbruch mit seinem zwar aufgeräumten Wald aber herbstlich fantastischen Farben. Ein Hauch von Transsylvanien.

Hier ein Video aus dem Mönchbruch im Frühjahr.

Ich passiere das Ende der Startbahn West des Frankfurter Flughafens. 100 m über mir donnert alle paar Minuten ein Flieger hinweg, aber ich sehe ihn nicht wegen des Nebels.
Auf einer Lichtung kreuzt ein Dammhirsch mit riesigen Schaufeln kurz vor mir den Weg – er folgt gleich zwei Kühen. Jetzt ist seine Zeit! Wäre es nicht so neblig, hätten sie einen größeren Bogen um mich gemacht.

Glücklich komme ich bei der Arbeit an. Ich habe einen über 5 Kilo schweren Rucksack dabei, weil ich mein Laptop zuhause benutzt hatte und den natürlich heute auch wieder brauche. Dazu Ersatzklamotten inklusive einer langen Hose. Ich wollte das eigentlich vorher alles im Büro deponiert haben, nur hätte ich das versäumt. Nun muß es auch so gehen. 

Abends retour, diesmal mit einem Mini-Tragegestell, das ich morgens auch noch mitgebracht hatte, für einen trocknen Pullover, Portemonnaie, Brille, Ohrstöpsel, Schlüssel und Handy. Es heißt Urbantool.

Vorbei an der Startbahn West. Jetzt sehe ich auch die Flieger, die ich höre.

Morgens noch eine Pace mit Rucksack von 5:07, jetzt mit leichtem Gepäck und viel Sonne 4:53. Na, das war schon wieder fast zu schnell. Im Bahnhofsbäcker kaufe ich mit eine Flasche Wasser und eine heiße Schokolade. Gleich geht’s rein in den klimatisierten Zug und dann wird’s kalt!

Wegen der nassen Laufhose organisierte ich mir einen Pappkarton, den ich auf den Sitz legen konnte. Im Zug-WC trocknete ich mich und stecke Papiertücher unter Hose und Shirt. Vorbei geht die Fahrt an Mainz, Ingelheim und Bingen. Jetzt kommt die schönste halbe Stunde – der Mittelrhein mit der Loreley, vielen Burgen und Weinorten. 

Hier ein Video mit Impressionen einer Zugfahrt am Mittelrhein:

Ankunft zuhause: 19:00 Uhr. Danach bin ich glücklich und froh.
Diese vier Läufe bleiben nicht ohne Wirkung: Die Waden, Oberschenkel und Sehnen zwicken, aber das vergeht wieder.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s