Kölner Halbmarathon – der kleine für „Zwischendurch“

Nach dem Ultra letzte Woche wußte ich nicht so recht, ob ich hier überhaupt antreten soll. Aber zwei aus unserer Laufgruppe sind auch da und so schnürte ich am Vorabend mein Bündel und fuhr ganz früh los nach Köln. Schon 8 Uhr habe ich meine Startnummer 2106 und sitze in der Sonne auf der Tribüne des Netcologne Stadions – herrlich. Vor dem Rennen ist es auch immer toll. Hier kommen viele Athleten aus dem Dunstkreis der DSHS Deutsche Sporthochschule Köln. Na, jedenfalls sehen viele so aus wie aktive oder ehemalige Absolventen.

Das Stadion des FC liegt ganz still in der Morgensonne, nichts erinnert an den gestrigen ersten Heimsieg der Saison. Es ist wohlig in der Sonne und im Schatten noch das was man nach 3 Monaten Hitze „kalt“ nennt. Hoffentlich bleibt es so, denn das hier ist mein Laufwetter!

Der Lauf ist interessant: Bis zu vier Runden a 7 km die hier im Stadion anfangen und enden – durch den Stadtwald am Adenauer Weiher vorbei (hoffentlich stimmt das so). Man kann jede Runde aussteigen, hat dann auch immer eine Zeitmessung und Publikum im Stadion. Es kostet 30€ und mit etwas Glück bekommt man als Nachmelder sogar ein Shirt. Ich selbst will eigentlich keins mehr, ich hab ja die Klamotten von thonimara, denen bin ich aus Erfahrung treu (klar, wenn’s jetzt das New York Shirt wäre, ich da also liefe, dann würde ich das sicher nehmen, aber sonst eher Umweltschutz).

Start ist 10 Uhr, die Sonne ist schon ziemlich hoch, Dich der Parcours geht meist durch den schattigen Wald und Temperaturen sind nicht das Problem.

Ich baller direkt los und denke so bei mir: „lang geht das nicht gut“. Und tatsächlich – nach 3 km suche ich mir ein Paar, das wahrscheinlich genau das Tempo läuft, das für mich gut ist und bleibe bei denen. Eine Percussionband verbreitet gute Laune und dann sind schon 3,5 also die Hälfte der ersten Runde absolviert.

Die Ausschilderung und überhaupt die ganze Organisation sind vorbildlich – das macht schon was aus, wenn die DSHS sowas ausrichtet! Bei km 7 geht’s auf die Tartanbahn des Stadions und dann die Zeitmessung: 32 min. Das hieße 1:36 für 21 km. Na, ob ich das schaffe? Ich bin gut ausgelastet aber nicht fertig. Wenn man die ersten beiden superschnellen Kilometer im Hinterkopf hat, müßte ich in der zweiten Runde langsamer werden – das Schicksal fast aller, die Spaß daran haben, zu schnell anzugehen. Aber: Nichtsda – genau 1:04. ach der zweiten Runde – das ist doch geil. Wahrscheinlich bin ich jetzt erst richtig drin.

Die Hitze steigt, ich gieße mir beim Wasserpunkt jedes Mal zwei Becher lauwarmen Elixiers über den roten Schädel. Das hilft etwas – und jetzt wird’s schwerer, das Tempo zu halten. Ich überhole nach und nach noch manche Läufer und überrunde auch fleißig. Das lenkt mich etwas ab von den üblichen Problemen gegen Ende des Rennens. Noch drei – noch zwei Kimometer – jetzt das Ding sauber nach Hause laufen (Aufgeben wär jetzt auch blöd – haha) und dann hinein ins Stadion. Ich komme nochmal in der selben Zeit durch und bin absolut happy mit 1:36:06.

Immerhin Platz 86 von über 650 Männern. Der Knaller an diesem Ergebnis ist die Plazierung Altersklasse: Platz 2 von 59 Männern in der M55. Na das ist doch absolut cool. Das hatte ich noch nicht. Die Freude ist riesig, auch wenn die Altersklassen heute nicht geehrt werden.

Ein toller Lauf – super organisiert – mit dieser 7km Struktur mal was anderes – in schöner sportlicher aber sehr entspannter Athmosphäre an einem sonnigen Spätsommmersonntag!

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