Laufen in San Francisco -Lieblingsstrecken

San Francisco ist sicher eine der schönsten Städte der Welt und eine Traumdestination. Da kommt alles zusammen: Die Vielfalt, die Liberalität, Sightseeing, California Sun…

Wenn ich dazu auch noch die Möglichkeit habe, in morgendlichen Runden die Stadt kreuz und quer zu erkunden, ist das echt richtig toll. So kann ich mir schon vor dem Frühstück ausgucken, was sich heute lohnen könnte.

Ich brauche nur einen kleinen Starter, zwei Kekse oder eine halbe Banane. Die Verbrennung muß kurz gezündet werden, dann fängt mein Körper an, sich um die Burger, Pizzen und Eiskugeln vom Vortag zu kümmern. Laufen vor dem Frühstück, das kann ich auch nur im Urlaub. Das hier ist eine Blooming Orion- schlapppe 1800 Kalorien: eine Vorspeise…

Jetzt also los. Wir wohnen in einem einfachen Hotel in South Market (SoMa), das ist dicht an downtown und ich kann direkt raus auf die Marketstreet, runter zum Ferrybuilding ans Wasser laufen. Die Gehwege wurden gerade mit Hochdruck und Desinfektion gereinigt. Die Obdachlosen mußten deshalb früh am Morgen in die Nebenstraßen umziehen. Die Banker und Teckies fahren mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln über und unterirdisch Richtung downtown. Die allerwenigsten mit dem Auto. Unzählige mit Mini-Elektrotollern und Mini-Elektro-Longboards. Dafür wurden die Fahrradstreifen stark verbreitert. Viele Joggen auch zur Arbeit und haben dafür einen kleinen Rucksack. Das witzige Onewheel hier ist auch so ein Gefährt.

In den nächsten Jahren werden 1.4 Mio neue Stellen für die Hightech Industrie entstehen, 400.000 Ausbildungsplätze in SF und dem Silicon Valley. Ich laufe in diesen Tagen an den Hauptquartieren von bekannten Firmen vorbei: twitter, Pinterest, Adobe, Uber, Dolby, Salesforce – einfach so.

Unten am Ferrybuilding und den Piers geht es entlang der Bay. Viele andere Läufer sind auch schon unterwegs. Ich grüße fleißig, aber kaum eine/r grüßt zurück. Ich finde es so so toll und genieße die Stimmung, die Kulisse, das Wetter. Die Sonne setzt sich langsam gegen den Nebel durch, der vom Pazifik in die Bay gedrückt wurde – magisch.

Die Toristenfalle Fishermans Warf wird noch gereinigt von den zehntausenden Besuchern. Und es kommen auch schon die ersten.

Jeden Morgen gucke ich mir auf der Karte in der Hotellobby eine neue Route aus und versuche die dann abzulaufen. Das geht, weil die Straßen meist dem Quadratmuster folgen. Nur hin und wieder komme ich vom Weg ab. Ich folge auch den Schienen der drei historischen Cablecar-Linien und frage die Fahrer nach dem Weg.

Das ist vielleicht eine Folge von Googlenaps & Co: so gut wie niemand kann mir bei der Orientierung helfen. Aber meist finde ich meine Route.

Es geht stark auf und ab: Die Stadt ist auf ca. 14 Hills gebaut, jede Strecke hat 200 – 300 Höhenmeter. So kenn ich’s aus dem Hunsrück. Das ist zum Beispiel die Lyon St. entlang des Presidioparks: Die beginnt am Palace of Fine Arts und endet an einer Treppe mit ca. 300 Stufen! So manche/r macht da regelrechte Fitness Workouts.

Durch unser zentral gelegenes Hotel konnte ich jedes Mal in eine andere Richtung aufbrechen und sah eben auch Orte, die man als Touri einfach auch nicht alle schaffen kann. Ich bräuchte Monate.

Es ist ungewiß, ob ich hier noch mal herkomme, aber es ist einfach ein Traum, und laufend die Stadt zu erleben ist sowieso schon immer toll.

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3 Gedanken zu “Laufen in San Francisco -Lieblingsstrecken

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