Laufen im goldenen Oktober

Seit Mai ist es schön draußen. Nicht daß ich das nicht langsam auch bedrohlich – zumindest merkwürdig finde. Nicht daß ich mir nicht auch mal kühles Wetter, meinetwegen auch Regen und Wind wünsche. Aber es ist schon wieder ein Jahrhundertsommer und auch dann macht das Laufen Spaß!

Nach den vielen Wettbewerben bis Mitte September hab ich es etwas ruhiger angehen lassen aber jetzt bin ich wieder voll da. Und das liegt auch am Wetter!

Es ist zu warm aber die Stimmung ist super weil’s so hell und so schön ist. Die Bäume sind grün wie im Sommer. Weil ich also ein paar Abstriche bei den Zeiten mache – es soll auch Spaß machen – kann ich die Läufe echt genießen.

Es soll auch Läufer geben (Jan Frodeno und Patrick Lange gehören auch zu denen), die laufen bei warmem Wetter besser als bei kaltem. Man soll das sogar trainieren können! Ich selbst bin eher ein Kaltläufer. Aber die Wärme macht mir schon deshalb nicht mehr soviel aus, weil es eben im goldenen Oktober im Schatten und generell im Wald kühler ist. Der Wind ist frischer und die Schatten sind länger, die Sonne prallt nicht mehr so.

Nach wie vor stoppe ich bei den „Wasserstellen“ , das sind Friedhöfe oder diese saubere Quelle hier.

Normalerweise brauche ich die nur im Sommer, aber bei mittleren Zwanzigergraden ist es auch jetzt noch eine Wohltat, den Kopf zu kühlen und „eine Mütze voll“ zu nehmen.

Bekleidung natürlich auch easy: Hauchdünnes Shirt (thonimara), Lauftight – fertig.

Was mich auch so antörnt an diesen Läufen: Das Licht fällt genial durch die Blätter.

Man möchte andauernd stehen bleiben und Bilder machen oder zumindest für sich speichern. Die Laubfärbung hat gerade erst begonnen.

Wenn jetzt nicht schnell Nachtfröste kommen, haben wir noch lange was davon. Was auch witzig ist: Dieses Jahr prasseln die Kastanien regelrecht; es ist nur eine Frage der Zeit, wann mich eine erwischt. Immerhin zwei Eicheln habe ich schon abbekommen. Eine hat mit so auf den Kopf gepocht, daß ich eine kleine Beule davon trage.

Und so laufe ich durch Feld und Wald, die armen Leute auf der Autobahn sehen sicher sehnsüchtig mich über ihnen auf der Brücke laufen.

Zurück zu Hause bin ich happy. Den vorletzten km gewandert, was gibt es schöneres!

Im Schutz des Windfangs zeigt das Thermometer fast 30 grad.

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