Schallmauer Ultra – G1 Grüngürtel 63k rund um Köln

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich hab meinen ersten Ultralauf gepackt. Die Frage an mich war: Kann ich das, macht es mir Spaß und will ich das vielleicht noch öfter machen. 3 x Ja!

http://koelnpfad.wordpress.com/

Der G1 Ultra kam mir spontan auf Facebook angeflogen. Die Filterblase hat auch was gutes: man bekommt gezeigt, was einem gefällt und ja, das hat mich direkt interessiert. Die Veranstalter Thorsten und Thomas sagten ja auch, sie haben eine relativ starke Resonanz bekommen. Sie organisieren auch den Kölnpfad – 171k rund um Kölle. Völlig unerreichbar für mich.

Aber das hier, 63 km mit dem schönen Namen Grüngürtel, das ist für viele genau die richtige Distanz zwischen einem Marathon und eben den richtig langen Läufen. Für mich genau der richtige, ein kalkulierbarer nächster Schritt Richtung lange Distanz.

Die Bedingungen waren ideal: kalt aber sonnig, wenig Wind und nur entspannte Läufer um mich herum. Der Lauf war perfekt organisiert: Start am FC Stadion in Müngersdorf. Ein Verpflegungspunkt genau in der Mitte, auf der rechten Rheinseite. Ca 100 Starter.

Ich hatte mich beworben mit dem Argument, schon letztes Jahr die 2000 km ins Baltikum gelaufen zu sein. Und dann noch eine gute Idee: Die geraden Startnummern laufen links herum, die ungeraden rechts herum. So gab es dann spannende Begegnungen und man könnte auch einschätzen, wo ungefähr im Feld man sich befand.

Für mich war klar: Minimalziel – ankommen, Maximalziel – nicht letzter werden! Zu viert trabten wir los, eine Gruppe vor uns war direkt nach vorn weg, die schnellen. Dann kamen wir mit einem Tempo von 5:40 – 5:50 Jetzt ist es blöd, ich hab mir die Namen nicht gemerkt und mit den Mützen und Laufschläuchen sehen wir zwar lustig aus, aber ich erkenne die Leute teilweise nicht wieder.

Am Verpflegungspunkt km32 war die Stimmung sehr gut, ein riesiges Buffet, weshalb ich mich fragte, ob das denn im Ziel auch so sein würde. Ich trank eine Brühe, einen dünnen Kaffee, aß Kekse, einen Riegel und ein Stück Banane.

Weil ich nicht zu stark abkühlen mochte, wollte ich bald weiter. Die zweite Hälfte gehe ich nur noch mit Volker an. Es rächt sich, daß ich mir den Track für den G1 nicht runter geladen habe, denn wir müssen aufmerksam sein und jedes Schild suchen. Zwar ist nach Meinung aller der G1 sehr gut ausgeschildert, aber ich habe trotzdem Schwierigkeiten, jeden Abzweig zu finden. Da bin ich einfach untalentiert. Beim nächsten mal muß ich unbedingt den Track dabei haben!

Gut, daß ich Annette habe. Sie begleitet mich über weite Strecken mit dem Rad, hat alles dabei was ich gebrauchen kann und auch Adleraugen. Sie findet die meisten Schilder, fährt teilweise bis zur nächsten Kreuzung vor um die Schilder auszuchecken.

Nicht viel weiter und Annette und ich bestreiten die letzten 35km allein. Es läuft sehr gut, irgendwann holen wir die Startnummer 1 – den Dirk ein. Er sagt, es ist nicht sein Tag. Und so ziehe ich weiter. Auf der Rodenkirchener Brücke haben wir einen tollen Blick auf das Kölner Panorama.

So langsam glaube ich, den Lauf gut zu schaffen. Bis km 57 laufe ich kontinuierlich durch, am Geißbockheim des FC und am Decksteiner Weiher entlang. Nochmal hole ich einen Läufer ein, er schwächelt etwas, das kommt mir entgegen. Wir gehen und laufen im Wechsel gemeinsam. Bis zum Ziel.

Kraß, daß ich das gepackt habe. Ich bin überglücklich und quatsche mit den anderen Finishern. Nach 6 Minuten merke ich, daß ich auf dem Papier noch gar nicht im Ziel bin. Jetzt aber. Geschafft!

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